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Mittwoch, 20. Juli 2016

Büdchen Hot Pott, oder Gemüsesuppe mit Fisch…

…man soll es doch nicht glaubt, kaum habe ich den Speiseplan den Wetterbedingungen angepasst, schon kommt der Wechsel auf schön. Also beim Wetter auf schön, der Speiseplan ist selbstverständlich immer super - sagt die Köchin und das bin ich.
Die Temperaturen um die 20°C herum ließen jetzt nicht wirklich Rückschlüsse darauf zu, dass wir Sommer haben.
Was macht man dann in solchen Situationen? Man passt sich an.
Auch wenn ich eine Gänsekeule hätte verputzen können, habe ich das logischerweise natürlich nicht gemacht. In die Aufpolsterungsabteilung geht es frühestens erst wieder ab November.
Jetzt ist leichte Küche angesagt, wie z.B. einen Hot Pott. Ich meine hier im Pott geht es ja immer heiß zu, selbst bei frischen Temperaturen, doch ist die Umgebungstemperatur zu kühl hilft man halt mit etwas Heißem nach.
Dieser Hot Pott steht schon seit einiger Zeit auf meinem Ofen Nachkochwunschzettel, er ist jetzt auch nichts super Außergewöhnliches, aber bei 30°C stürze ich mich lieber auf Salat statt auf eine heiße Suppe. Außerdem wird mein Hot Pott erst so richtig gut mit Fisch und verschiedenen Meerestieren wie mit Jakobsmuscheln, Garnelen, Tintenfisch und Miesmuscheln. Okay, die Miesmuscheln streichen wir wieder, die werden hier im Büdchen nicht von jedem geliebt.
Aber Du weißt sicher schon worauf ich hinauswill, heiße Suppe mit Fisch bei 30°C muss man nicht unbedingt haben. Aber!!!!!! Der nächste kalte Temperaturschock kommt bestimmt und dann weißt Du was Du kochen kannst. Natürlich nur, wenn Du weiterließt und das Rezept verinnerlichst. Einen Tipp habe ich noch, und mal so ganz unter uns man sieht es auch auf den Bildern, die Konsistenz ist nicht ganz so schön. (Ist übrigens auch einer lieben Freundin im Social Net aufgefallen, nochmal Danke) Möchtest Du die Suppe homogener haben, mache Dir die Mühe und streiche sie durch ein Sieb, es lohnt sich wirklich.
Büdchen Hot Pott
1 Stange Lauch, in Scheiben
2 mittelgroße Möhren, in kleine Würfel
3 Zwiebeln, fein gehackt
3 Knoblauchzehen, fein gehackt
1 Knolle Fenchel mit Grün, in kleine Stücke geschnitten
Ca. 70 g Knollensellerie in kleine Würfel
2 Stangen Staudensellerie, in kleine Scheibchen
Ca. 1 kg. San Marzano Tomaten, in kleine Stücke geschnitten
Ca. 500 g Fisch / Meerestiere (Seeteufel, Jakobsmuscheln, Garnelen)
0,1 g Safranfäden
1 Teelöffel Sternanis, ganz
2-3 Stiele Oregano
2-3 Stiele Bohnenkraut
2-3 Stiele Thymian
2 Lorbeerblätter
1 Chilischote, ohne Kerne fein gehackt
Pfeffer frisch gemahlen
Salz
100 ml Noilly Prat
500 ml Fischfond
500 ml Gemüsebrühe
2 Esslöffel Tomatenmark
Olivenöl
Essbare Blüten
Knoblauchmayonnaise
Brot z.B. Ciabatta oder Baguette
Das Öl in einem großen Topf erhitzen. Die Zwiebeln zusammen mit dem Knoblauch unter Rühren glasig dünsten. Anis zusammen mit dem Tomatenmark zufügen und kurz mit dünsten.
Mit 50 ml Noilly Prat ablöschen und weiterdünsten. Nun alles Gemüse, außer die Tomaten, zugeben und anbraten. Nach einigen Minuten den restlichen Noilly Prat, wie auch den Fischfond und die Gemüsebrühe angießen. Jetzt die Tomaten zusammen mit den Gewürzen und den Kräutern zufügen. Alles auf kleiner Hitze im geschlossenen Topf gute 25 Minuten garen.
Anis, Lorbeerblätter und die Stiele der Kräuter entfernen.
Die Suppe gründlich pürieren und ggf. durch ein Sieb passieren (Du weißt schon, sie wird dann geschmeidiger) Die Suppe wieder zurück in den Topf und nochmals erhitzen. Den Seeteufel und die geputzten Garnelen in die Suppe legen, die Suppe nicht mehr kochen lassen, der Fisch und die Garnelen sollen jetzt nur noch garziehen.
Zwischenzeitlich in etwas Olivenöl die Jakobsmuscheln braten.
Die Suppe in tiefen Tellern anrichten, einen Klecks Knoblauchmayonnaise hineingeben, den Fisch mit Garnelen und Jakobsmuscheln in die Mitte setzten und als Deko z.B. noch eine Kapuzinerblüte. Etwas Brot dazu.

Glaub mir, damit rettest Du jeden kühlen Sommertag.

Dienstag, 14. Juni 2016

Das Büdchen kocht für die EM – Tag 5 – Österreich–Frittatensuppe, eine Speise der Alpenküche…

…jetzt sag mal selbst, dieser Tage redet alle Welt von der Fußball-EM da kommt doch keinem die Alpenküche in den Sinn, oder?
Du schüttelst auch mit dem Kopf und schwenkst schon wieder Deine Landesfähnchen?
Da vertue Dich mal nicht und werfe mal einen Blick in Zora´s Kochtopf. Da redet ja jeder nur noch von den guten Schmankerln die man mit den Alpen verbindet.

Blog-Event CXX - Alpenkueche (Einsendeschluss 15.
Juni 2016)

Verzapft hat das Ganze kebo. Sie ist die Ausrichterin in diesem Monat und sie trägt die Verantwortung dafür, dass ich im Moment eine Winterlandschaft vor Augen habe und das mitten im Sommer.
Wenn ich an die Alpen denke, fallen mir die unzähligen Wintertage ein die wir in den Bergen verbracht haben. Wie sehr erholsam ein Winterurlaub mit Skifahren und Wandern ist, weißt Du erst, wenn Du es ausprobiert hast. Mir fallen die deftigen Jausen in Südtirol ein und der eine oder andere Apre ski ist auch noch in bleibender Erinnerung. Egal ob Sommer wie Winter um eins komme ich nie herum wenn ich in den Bergen bin, um meine heißgeliebte Frittatensuppe.
Und passend zum Spiel ist sie heute auch. Ich hoffe die Spieler aus Österreich haben sich ebenfalls mit einem Süppchen gestärkt. Verkehrt wäre das nicht, denn mit so einer Suppe ist man immer auf der Gewinnerseite, oder was meinst Du.
Frittatensuppe:
2 Eier
1/8 Liter Milch
¼ Teelöffel Salz
80 g Mehl
1 Esslöffel Schnittlauchröllchen
3 x 10 g Butter zum Braten
1 Liter heiße Fleischbrühe
Einige Schnittlauchröllchen für die Dekoration
Die Eier mit der Milch und dem Salz verquirlen, nach und nach das Mehl zugeben. Zum Schluss noch die Schnittlauchröllchen hinein.
Alle zu einem klumpen freien Teig vermischen.
In einer Pfanne die ersten 10 g Butter zerlassen und ein Drittel des Teiges in die Pfanne geben. Die Pfanne hin und her schwenken bis der Teig auf dem Pfannenboden dünn verteilt ist. Den Teig stocken lassen und hellbraun backen. Mit einem Pfannenheber den Teig leicht anheben und schauen. Ist der Boden leicht braun, den Teig mit Hilfe des Pfannenhebers umdrehen und von der anderen Seite braten. Die Frittaten auf ein Brett geben, aufrollen und abkühlen lassen.
Den beschriebenen Bratvorgang noch zweimal wiederholen, dann dürfte der Teig aufgebraucht sein.
Die Frittatenrollen in dünne Streifen schneiden, jeweils einige Frittatenschnecken auf Suppenteller verteilen und mit der heißen Fleischbrühe aufgießen. Mit Schnittlauchröllchen bestreuen und servieren.

Sonntag, 12. Juni 2016

Das Büdchen kocht für die EM – Tag 3 – die deutschen Jungs laufen ein, aber vorher gibt es noch ein Kartoffelsüppchen…

…quasi zur Stärkung. Aber leicht muss die Suppe sein, denn schließlich soll der Auftritt unserer Burschen ja keine Lachnummer werden. Des Deutschen liebste Knolle ist die Kartoffel, also was ist da näher als eine Kartoffelsuppe. Jetzt nicht einfach irgendeine, sondern eine schöne leichte Süßkartoffelsuppe. Mit einem Hauch Ingwer, damit sind sie auch gleich gegen Grippe gewappnet und der Knoblauch kommt auch noch rein, somit werden auch Entzündungsherde gleich im Keim erstickt. Der Tandoorispieß gibt noch die nötige Sättigung, macht aber nicht müde und der Orangensaft in der Suppe bringt Frische und beflügelt. Sie sollen über den Platz fliegen und nicht mit hängenden Flügeln über den Rasen schleichen.
Also so, oder so ähnlich sähe der Speiseplan aus, wenn ich was zu sagen hätte.
Ich meine ich habe ja was zu sagen, aber eben nur im Büdchen und nicht bei den Jungs. Ist vielleicht auch besser so, denn sollte es in die Hose gehen, also nicht die Suppe, sondern der Spielauftakt für unsere Burschen, bin ich fein raus, denn ich habe ja nicht für sie gekocht.
Also egal was sie heute machen, es sind und bleiben unsere Jungs. Wir schauen natürlich und drücken die Daumen.
Falls Du auch mal ein Gewinnersüppchen essen möchtest, hier das Rezept.
Süßkartoffelingwersuppe mit Tandoorihähnchenspieß:
Für die Süßkartoffel-Ingwer-Suppe:
1 Schalotte in feine Würfel geschnitten
1 Knoblauchzehe, gehackt
3 cm Ingwer fein gewürfelt
1 Esslöffel Rapsöl
500 g Süßkartoffeln
50 ml trockener Weißwein
500 ml Gemüsebrühe
1 Stange Zitronengras
1 Schale einer Bio-Zitrone
250 ml Sahne
100 ml frisch gepresster Orangensaft
1 Teelöffel Chilifäden
1 Prise Cayennepfeffer
Einige Korianderblätter, fein gehackt
1 Esslöffel rote Pfefferbeeren mit Fleur de Sel gemörsert
Geröstete Koriandersamen zu Pulver gemörsert
Bunter Pfeffer, aus der Mühle
Fleur de Sel
100 ml Sahne
Schalottenwürfel zusammen mit dem Ingwer und dem Knoblauch in dem Rapsöl kurz andünsten. Die Süßkartoffeln schälen und klein schneiden, zusammen mit den Chilifäden in den Topf geben und mit den anderen Zutaten ca. 5 Minuten weiterdünsten.
Mit Weißwein und Gemüsebrühe ablöschen. Zitronengras mit einem Messer anklopfen und ebenfalls zur Suppe geben. Nun die Kartoffeln gute 20 Minuten gar kochen. Zitronengras entfernen. Die Schale der Zitrone abreiben und zusammen mit dem Orangensaft und der Sahne zur Suppe geben. Kurz aufkochen lassen. Suppe mit dem Mixstab pürieren. Koriandersamen in einer Pfanne anbraten und anschließend mörsern. Suppe mit Koriandersamen, Cayennepfeffer, Fleur de Sel und bunten Pfeffer abschmecken.
Rote Pfefferbeeren mit Fleur de Sel mörsern. Die restlichen 100 ml Sahne steif schlagen. Koriander waschen, trocknen und fein hacken.
Tandoori Hähnchenspieße:
2 große Hähnchenbrustfilets
1 Esslöffel Tandoorigewürzpulver
1 Esslöffel Orangensaft
1 Esslöffel Rapsöl
Tandoorigewürz, Orangensaft und Öl mischen. Hähnchenbrustfilet in Würfel schneiden und auf Spieße stecken. Die Hähnchenspieße mit der Tandoorimischung bestreichen.
Eine beschichtete Pfanne mit etwas Öl auskleiden und die Spieße auf kleiner Heizstufe braten.
Die Suppe in Teller geben, jeweils einen Tandoorispieß anlegen. Einen Klecks Sahne aufgeben, mit dem Rote Pfefferbeerensalz bestreuen und den gehackten Koriander aufstreuen.

Mittwoch, 11. Mai 2016

Wir üben den Sommer, oder Tomatensuppe mit Mozzarellacreme….

…man kann sich nie früh genug vorbereiten, finde ich!
Nehmen wir mal an Du sitzt zuhause auf Deinem Sofa, schaust zum Fenster hinaus und denkst, wann kommt endlich Frühling. Und dann Schwupps ist es passiert, es ist Sommer. Du hast quasi Deinen Einstieg verpasst. Tja und jetzt stehst Du da. In Deinem Kopf schwirren noch Enten und Gänsebraten, Knödel und Rotkohl, aber die innerlichen Geschmacksuhren wollen etwas Frisches, Fruchtiges.
Bärlauch und Konsorten hast Du ja leider verpasst, Du musstest ja auf dem Sofa sitzen.
So, oder so ähnlich hätte es sein können, war natürlich nicht so und Du lässt auch nicht eine saisonale Spezialität aus. Du bist sicher derzeit mit dem Spargel beschäftigt. Den Weißen, den Grünen oder gar der Lila kommt auf Deinen Teller. Ich habe hier noch ein schönes Rezept mit grünen Spargel, aber dafür muss ich am Wochenende zum Markt. Das ist also nichts für mitten in der Woche. Mitten in der Woche bieten sich Tomaten an. Wenn Du etwas faul bist und nicht so richtig Lust aufs Kochen hast, bieten sich Tomaten an. Möchtest Du mit wenig Aufwand satt werden, bieten sich Tomaten an. Liegen die Außentemperaturen über 20°C und Du bevorzugst leichte Kost, bieten sich Tomaten an.
Kurzum, es kamen im Büdchen Spargelstangen Tomaten auf den Tisch und zwar in Form einer Suppe. Ja, gähne ruhig, denke weiterhin *oh no, die zehntausendste Tomatensuppe* und lese auf einem anderen Blog weiter, Aber dann wirst Du nicht nur die megaschnelle Tomatensuppe verpassen, sondern auch eine geniale Mozzarellacreme.
Ich weiß, Du bist in Eile also kommen wir jetzt zum Rezept.
Tomatensuppe mit Mozzarellacreme
 Tomatensuppe Zutaten:
2 Knoblauchzehen fein gehackt
100 g Zwiebelwürfel
2 Esslöffel Olivenöl
1 Rote Paprikaschote in Würfel
800 g passierte Tomaten (oder aromatische Fleischtomaten klein gehackt)
500 ml Wasser
70 g Tomatenmark
2 -3 Teelöffel getrockneter Oregano
1 Teelöffel Zucker
Zitronensalzflocken und Pfeffer
1 Handvoll Basilikumblätter
Knoblauch und Zwiebelwürfel im heißen Olivenöl andünsten. Paprikawürfel zufügen und mitdünsten. Tomatenmark in den Topf, alles einmal kurz vermischen. Mit den Tomaten und dem Wasser ablöschen. Oregano, Zucker, Salz und Pfeffer zugeben. Alles aufkochen. Im geschlossenen Topf gute 15 Minuten köcheln lassen. Basilikumblätter zerzupfen und zugeben. Die Suppe mit einem Mixstab fein sämig pürieren. Sollte Dir die Suppe zu sämig sein, kannst Du mit etwas Wasser verlängern. Die Sämigkeit ist sehr von den Tomaten abhängig.
Mozzarellacreme Zutaten:
1 Büffelmozzarella
30 ml Olivenöl
50 -80 ml Sahne (mind. 32%)
1 Teelöffel Oregano als Pulver (ggf. getrockneten Oregano ganz fein mörsern)
Zitronensalzflocken, schwarzer frischer Pfeffer
Den Mozzarella zerpflücken, Öl und Sahne angießen, die Gewürze zugeben und alles zusammen sehr kräftig mit dem Pürier
stab vermischen. Die Menge der Sahne ist von der Konsistenz des Mozzarellas abhängig. Sollte die Masse zu fest bleiben muss mit Sahne und Öl nachgeholfen werden. Bei dem Mozzarella solltest Du wirklich auf eine sehr gute Qualität achten, mit dem "Stinknormalen" wird das nix.


Die Suppe jeweils mit einem Klecks Mozzarellacreme auf Teller anrichten und mit Basilikumblättchen dekorieren. Etwas Brot dazu kann nicht schaden.

Donnerstag, 11. Februar 2016

Keine Zusätze, kein Fleisch, keine Tüte, kein Gedöns, oder ganz einfach eine schlichte Minestrone…

…auf dem Weg vom Büro zum Parkplatz (keine 500 Meter) schaue ich gerne nochmal eben schnell ins Smartphone. Manchmal gebe ich in die große Suchmaschine Tante Gockel oder so ähnlich, ein-zwei Zutaten/Begriffe ein und schaue was die große Tante ausspuckt. Neulich hab ich nach Suppe mit Tomaten gesucht. Die Tante faselte etwas von italienischer Gemüsesuppe. Plötzlich musste ich an den Kochunterricht damals in der Schule denken. Die Lehrerin, Fräulein Jellinghaus. Ja, Du kannst ruhig grinsen, aber damals sagte man tatsächlich noch Fräulein und so manches Fräulein legte auch äußerst großen Wert darauf ein Fräulein zu sein und durchaus auch zu bleiben. Wie das damals bei dem Lehrerinnen-Fräulein war kann ich Dir gar nicht mehr sagen.
Ich kann Dir auch nicht mehr sagen, ob ich sie nett oder blöd fand. Sie war für mich einfach nur ein Fräulein, irgendwie ganz ohne Bewertung. Das Fräulein unterrichtete Kunst, Religion und Hauswirtschaft und im Letzteren haben wir gekocht. Und gar nicht mal so schlecht.
Es stand nicht viel Geld zur Verfügung (ja auch damals hatten die Kassen für Bildung schon einen engen Gürtel), also musste preiswert gekocht werden.
Es wurden einfache Gerichte gekocht, einfach, schnell und gut, denn schließlich hatten wir lediglich 2 Unterrichtsstunden zur Verfügung und in den 90 Minuten wurde z.B. Gemüse gewaschen, geschnibbelt, gekocht, gegessen.
Am Anfang der Stunde 10 Minuten Theorie. Es musste noch gegessen werden und die Küche wurde auch noch tip top gereinigt.
Versteht sich von selbst dass keine Braten geschmort wurden, oder wir Torten backten. Nee, da gab es mal Arme Ritter mit Kompott, Gurkengemüse mit Kartoffeln oder eine Minestrone.
Ich glaube es war sogar die beste Minestrone meines Lebens. Es kann aber auch sein ich fand sie nur deshalb so klasse, weil es eh die Erste war die ich in meinem Leben aß.
Auf jedem Fall ist sie mir in unvergessener Erinnerung. In der Suppe waren Tomaten, Nudeln und Käse. Zutaten die selbst heute noch von Kindern geliebt werden. Aber es war auch Weißkohl im Suppentopf und jetzt mal ehrlich, es ist schon ein außergewöhnliches Kind das gerne Weißkohl isst, oder!?
Versteht sich von selbst, dass meine Schulfreundin und ich in einer Kochgruppe waren. Wir mussten uns nur einen Blick zuwerfen, um zu wissen was jeweils die Andere über die Zutaten und das Rezept von Fräulein Jellinghaus dachte.
Bei der ersten in Augenscheinnahme kam damals das Süppchen auch nicht wirklich gut weg.
Fräulein Jellinghaus hatte sicher in den 60gern einige Länder bereist, aber ob sie wusste wie eine echte italienische Gemüsesuppe zu schmecken hatte bezweifelten wir doch stark. Nach unseren Vorstellungen gehörte Paprika dort hinein und kein Weißkohl.
War Weißkohl nicht auch typisch deutsch!? Nein, war er nicht. Wenn überhaupt, dann ist er heutzutage vielleicht typisch deutsch, aber seinen Ursprung hat er im Wildkohl und der kommt aus dem Mittelmehrraum. Einen Teil meiner Weisheiten habe ich auf Planet Wissen gefunden. Dort steht auch, dass die Römer ihn als Gartengemüse anbauten und ihn in Suppen aßen.
Hatte Fräulein Jellinghaus womöglich gar nicht so unrecht? Na eigentlich ist es heute ja auch egal und so ganz unter uns, sie war schließlich damals die Lehrerin. Sie musste es doch quasi wissen!
Das Rezept von damals habe ich leider nicht mehr, was ich sehr bedauere, aber mein Rezept kommt der Suppe von einst schon sehr nahe.
Minestrone nach Klärchen Kompott:
2-3 Möhren in kleine Würfel
Ca. 80 – 100g Sellerie in kleine Würfel
1 Stange Porree in Ringe
Eine Petersilienwurzel in Würfel
Einen kleinen Weißkohl, ohne Strunk fein gehobelt
½ Bund glatte Petersilie, fein gehackt
1 Zwiebel in Würfel
Wasser
2 Lorbeerblätter
2-3 Esslöffel Oregano getrocknet
Salz, Pfeffer, 1 Esslöffel Paprikapulver mild
2 Esslöffel Tomatenmark
1 große Dose geschälte Tomaten
2 Esslöffel Olivenöl
100 – 120 g Gabelspaghetti
Parmesankäse gerieben
Einige Scheiben Ciabatta
½ Bund glatte Petersilie fein gehackt als Deko
Alles Gemüse bis auf die geschälten Tomaten in dem erhitzen Olivenöl anbraten. Tomatenmark zugeben und auch kurz auf dem Topfboden anschwitzen. Mit den geschälten Tomaten ablöschen. Die Tomatendose mit Wasser auswaschen und das Wasser zum Gemüse geben. Alles Gemüse soll gut mit Wasser bedeckt sein, ggf. weiteres Wasser angießen. Die Gewürze zugeben und unterrühren. Das Gemüse garen bis es gut bissfest ist. Nun die Gabelspaghetti zum Gemüse geben und garen. Bis die Nudeln weich sind dauert es jetzt nochmals ungefähr 10 bis 15 Minuten. Zwischenzeitlich die Ciabatta-Scheiben auf ein Backblech legen und mit dem Käse bestreuen. Bei 180°C im Backofen unter dem Grill bräunen.
Die Suppe in großen Tellern anrichten und jeweils eine Scheibe Brot in die Mitte setzen.

Übrigens wie schon oben erwähnt, auch in Fräulein Jellinghaus´s Suppe kam Käse. Ob es Parmesan war wage ich zu bezweifeln, den gab es damals noch nicht in unserem Dorf und Brot reichte das Fräulein auch dazu, allerdings war es ganz normales Weißbrot, aber lecker muss es gewesen sein, denn sonst wüsste ich das nicht mehr und hätte sie auch nicht so gut in Erinnerung.


Dienstag, 14. April 2015

Alle Jahre wieder, Radieschenblättersuppe…

Am letzten Samstag war es wieder soweit, die Augen waren wieder viel größer als der Kühlschrank und der ist schon groß.
Herr GB hatte sich als Brotaufstrich einen Frischkäse mit Frühlingszwiebeln und Radieschen gewünscht. Ein echtes Wagnis, zumal er ja eigentlich nicht wirklich für die kleinen scharfen Dinger schwärmt, also so pur nicht, viel zu scharf und sowieso und überhaupt. Wenn solche Wünsche geäußert werden nehme ich die Gelegenheit beim Schopfe und lege sofort los, okay sofort nur dann, wenn alle Zutaten im Hause sind. Waren sie aber nicht. Also erstmal Food shoppen. Herr GB meinte es besonders gut mit den Radieschen und kaufte gleich 2 Bunde.
Hallo, wir sind noch immer keine Großfamilie! Hätte ich die ganzen Radieschen für den Brotaufstrich verarbeitet, würden wir wohl locker noch den Rest der Woche davon essen. Nein, ich habe mich gebremst und den Gegebenheiten angepasst ein kleines Schälchen hergestellt. Aber jetzt kommt’s, ich kann ja nichts wegschmeißen und die Blätter sahen sooooo wunderschön saftig grün aus, ich konnte einfach nicht anders.
Richtig, ich habe Radieschenblättersuppe geklöppelt. Nicht das ich noch nie eine Suppe aus Radieschenblättern gemacht habe, fast pünktlich vor drei Jahren gab es schon mal eine Suppe aus Radieschenblättern, aber diese war eindeutig noch einen Tick besser. Wie heißt es doch so schön, man entwickelt sich weiter.
Radieschenblättersuppe:
1 Esslöffel Olivenöl
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1 rote Zwiebel, in feine Würfel geschnitten
40 g Dinkelmehl
750 ml Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer, Muskatnuss
2 Bund Radieschenblätter
3 Esslöffel Creme Frâiché
70 g Parmesan, gerieben
Olivenöl erhitzen und die Zwiebelwürfel zusammen mit dem Knoblauch andünsten. Mit dem Mehl bestäuben und leicht goldgelb anbräunen.
Mit der Gemüsebrühe ablöschen. Etwas mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss würzen. Die gründlich gewaschenen Radieschenblätter in die Suppe geben. Die Suppe gute 10 Minuten köcheln lassen und anschließend mit dem Mixstab fein pürieren. Creme Frâiché unterziehen und nochmals kurz aufkochen lassen. Den Parmesan in die Suppe rühren und somit etwas andicken. Auf Suppentassen verteilen und mit Radieschen anrichten.

Montag, 6. April 2015

Heute ist wieder Suppentag, ja, auch Ostern isst man Suppe und Champignons gehen immer, auch als Suppe…

…wie man es macht, macht man´s verkehrt. Besonders gut sollte es werden, das Süppchen. Du weißt ja, einmal in der Woche ist im Büdchen Suppentag. Etwas Leichtes aber Genussvolles muss her. Diesmal eine Suppe aus Champignons. Wie ich gelesen habe, soll es bis zu 50 verschiedene Arten von Champignons geben unterteilt in giftige und essbare. Wir kennen nur zwei verschiedene Sorten und zwar die Weißen und die Braunen, auch Cremechampignons genannt aus dem Supermarkt, oder wie wir sie kaufen, vom Markt. Angeblich sollen die Braunen aromatischer sein und genau da lag die Falle in die ich hinein getappt bin. Eine aromatische, leckere Suppe sollte es werden, also kauft man logischer Weise die Besten, die Braunen. Die Suppe sollte auf jeden Fall als Einlage geräuchertes Forellenfilet bekommen. Forellenfilet geräuchert ist jetzt nicht gerade ein geschmackliches Leichtgewicht und deshalb mussten es Champignons sein die dagegenhalten konnten. Die Braunen konnten geschmacklich mithalten, aber farblich! Ich hätte es mir ja denken können, dass die braune Farbe der Pilze, das Süppchen nicht gerade in ein farblich ansprechendes Frühlings-Highlight verwandeln würde. Eine euphorisch ansprechende Farbkombination sieht etwas anderes aus, aber wie so oft, es war trotz des Aussehens sehr schmackhaft und nicht ein Löffel ist übrig geblieben.
Champignoncremesuppe mit geräuchertem Forellenfilet:
500 g Champignons, in Blätter geschnitten, einige Pilze für die Dekoration zurück halten
1 Zwiebel fein gehackt
1 Esslöffel Butter
1 gehäufter Esslöffel Mehl
750 ml Gemüsebrühe
100 ml Milch
100 ml Sahne
2 - 3 Esslöffel Frischkäse
4 Esslöffel fein gehackte glatte Petersilie
1 geräucherte Forelle, filetiert
Die Butter erhitzen und die Zwiebelwürfel zusammen mit den Champignon-Blätter in der Butter andünsten. Die Zwiebel soll glasig sein. Das Gemischt mit Mehl bestäuben und leicht anbräunen.
Mit Gemüsebrühe, Milch und Sahne ablöschen. Die Suppe 15 bis 18 Minuten garen. Nach der Garzeit die Suppe pürieren. Den Frischkäse und 2 Esslöffel der gehackten Petersilie unterrühren. In Suppentassen jeweils ein Stück Forellenfilet geben und mit Suppe aufgießen. Zurückbehaltene Championblätter in etwas Butter anbräunen und auf die Suppe geben, noch etwas Petersilie aufgestreut und schnell servieren, weil Cremesuppen schnell kalt werden.

Freitag, 27. März 2015

Fremdländische Tomatensuppe mit einheimischen Hühnchen…

Ich hatte es ja neulich hier verkündet, mindestens einmal in der Woche gibt’s einen Teller oder eine Tasse Suppe. Zwar ist im Moment nun absolut keine Tomatenzeit, aber ich hatte bei meinem Gemüsehändler Herrn Weitz auf dem Markt Aromatomaten gekauft. Die stammten zwar aus dem Gewächshaus aber machten ihrem Namen trotzdem alle Ehre. Okay, die eigentliche Suppe war wirklich etwas blass, warum das jetzt so war, weiß ich auch nicht, aber im Sommer werde ich die Suppe nochmals kochen, na vielleicht jetzt nicht ganz genau die gleiche Suppe, aber auch eine Tomatensuppe und dann will ich mal sehen, ob sie im Sommer auch so blass ist. Glaubst Du es liegt an der Jahreszeit dass sie so blass geblieben ist?
Als Einlage bei einer Tomatensuppe war mir bisher Reis oder Nudeln bekannt, aber Hühnchenfleisch war mir neu, fand ich aber eine tolle Idee. Ich habe dem Hühnchenfleisch durch Sojasoße eine kleine Asianote verliehen. Herr GB war erst sehr skeptisch, Tomatensuppe mit Hühnchenfleisch im Asiastyle hatte er noch nie gehört, geschweige denn je gegessen und jetzt würde ich wieder mit solch einer Nummer um die Ecke kommen. Ja, ich weiß, Herr GB hat es im Büdchen wirklich nicht einfach, aber ich kann Dir versichern, nicht ein Löffel Suppe ist übrig geblieben und glaub nicht dass ich alles gegessen habe.
Tomatensuppe mit Hühnchenfleisch
1 rote Zwiebel, ca. 50 g
1 Schalotte
1 Esslöffel Butter
1000 g geschälte und entkernte Tomaten
400 g Gemüsebrühe
2 Esslöffel Tomatenmark
1Teelöffel Paprikapulver
1 Prise Zucker
Pfeffer und Salz zum abschmecken
Zwiebel und Schalotte schälen und in feine Würfel schneiden. Die Butter erhitzen und die Zwiebelwürfel glasig dünsten. Restliche Zutaten zufügen und gute 30 Minuten garen. Die Suppe pürieren und mit Pfeffer und Salz abschmecken. 
1 Hühnerbrustfilet
1 Teelöffel englisches Currypulver
1 Teelöffel dunkle Sojasauce
1 Teelöffel Akazienhonig
Frischhaltefolie
Currypulver mit Sojasauce und Honig vermischen. Das Hühnchenfilet komplett mit der Marinade bestreichen und ganz stramm in Frischhaltefolie einwickeln. Einige Zeit, mindestens 60 Minuten, marinieren lassen und anschließend in einem Dampfkörbchen oder Dampfgarer 15 bis 20 Minuten garen.
Das Hühnchenfleisch aus der Folie nehmen und in Scheiben schneiden. Jeweils eins- zwei Scheiben Hühnchenfleisch in einen Suppenteller legen und mit Tomatensuppe auffüllen. Mit Basilikum- oder Petersilienöl dekorieren.