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Donnerstag, 23. Oktober 2014

Urlaubserinnerungen, Apfeldessert mit Topfenknödel und Paradiesäpfel, oder doch ganz anders…

…es ist Wochen her wann ich dieses Dessert gemacht habe, es war irgendwann im Spätsommer inspiriert noch von unserem Urlaub in Südtirol. Du weißt schon, wir waren im Juni dort und Südtirol ohne kulinarisches Schlemmen geht gar nicht. So viele Anregungen habe ich dort gesammelt und irgendwie reicht die Zeit nie so ganz alles umzusetzen. Auf der Nachbastelliste standen ganz oben Topfenknödel. Jetzt ist es ja nicht so, als würden Herr GB und ich dort nur essen und trinken, nööö, wir machen auch den einen oder anderen Wanderweg unsicher und das dann ausgerechnet auf dem Weg eine Raststation liegt, die die weltbesten Marillenknödel hat, ist jetzt wirklich nicht unsere Schuld.
Also unser Weg wurde von einer ganz reizenden Hütte gekreuzt und prompt hatten die eine Speisekarte. Die Marillenknödel wurden sofort bestellt, denn wir hatten vorher einen heißen Tipp bekommen, wir sollten nur alleine wegen der Knödel den Weg auf uns nehmen. Wie gesagt, wir haben es nicht bereut, das Einzige was wir bereuten, dass wir keine Gelegenheit hatten die Hütte noch ein zweites Mal zu besuchen.
Herr GB war so begeistert und drängte die Wirtin uns das Rezept zu geben. Na so ganz hat sie es nicht herausgerückt, aber Anhaltspunkte hat sie gegeben. Bis ich mich endlich durchdringen konnte nach Anhaltspunkten nachzubasteln war die Aprikosenzeit vorbei und jetzt stand ich da mit meinem kurzen Hemd ohne Marillen. Dann lachten mich die Äpfel so sehr an und da kam der Geistesblitz. Topfenknödel mit Apfelfüllung.
Es verselbstständigte sich der Apfelgedanke und Schwups war ein ganzes Dessert im Kopf. Von der Herbstkirmes im Nachbarstädtchen angestiftet kam dann auch noch die Idee für den Paradiesapfel hinzu, aber das ist eine andere Geschichte, die gibt es in den kommenden Tagen zusammen mit der Apfelmousse.
Heute Topfenknödel:
Für den Teig
3 Eier
120 g Butter
150 g Hartweizengrieß, fein
150 g Mehl
500 g Quark 20% (gute 12 Stunden abtropfen lassen)
Mark einer Vanilleschote
1 Prise Salz
Apfelstückchen ganz kurz dünsten, höchstens 3 Minuten
100 g Rohmarzipan
Die Butter schaumig schlagen. Nach und nach die Eier zugeben und gründlich mit der Butter verschlagen. Dann nach und nach die anderen Zutaten zugeben. Mehl und Quark immer im Wechsel. Den Teig so lange rühren bis ein glatter Teig entstanden ist. Den Teig zu einer Rolle formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 1 Stunde ruhen lassen. Je länger er ruht umso besser.
Den Teig in 12 Scheiben schneiden und jede Scheibe dünn ausrollen.
Jeweils in die Mitte jeder einzelnen Scheibe ein Stück Apfel legen, das Apfelstück mit dem überstehenden Teig umschließen und zu einer Kugel formen. Bitte den Nachtrag unten beachten!
Wasser zum kochen bringen, salzen und die einzelnen Knödel in das kochende Wasser legen. Die Hitze reduzieren und die Knödel ca. 20 Minuten leicht köcheln lassen bis sie aufsteigen.
Für die Butterbrösel
150 g Butter
60 g Zucker
1 Esslöffel Vanillezucker
300 g Paniermehl / Semmelbrösel
Zimtzucker
Butter, Zucker, Vanillezucker und Paniermehl in einer Pfanne vermischen und erhitzen. Dabei kann man sie Brösel ruhig leicht anrösten.
Die Topfenknödel in die Butterbrösel geben und rundherum behutsam in den Bröseln wälzen. Auf Teller geben und mit etwas Zimtzucker bestäuben.

Nachtrag: Man, man, man, wie konnte mir das passieren!? Lag bestimmt daran weil es Wochen her ist wann ich die Knödel gemacht habe.

Eh die Apfelstücke in dem Topfenknödelteig versteckt werden, bitte vorher noch mit ausgerolltem Rohmarzipan umhüllen und dann erst den Knödelteig herum basteln. Ich habe das Rohmarzipan mit in die Zutatenliste aufgenommen.

Mittwoch, 13. August 2014

Seems it never rains in Southern California...

…Seems I've often heard that kind of talk before…. *träller* ja so oder so ähnlich geht’s mir ja auch, der Albert Hammond sang es eins 1972 und mir geht dieser Ohrwurm seit Tagen nicht mehr aus dem Kopf. Immer wenn ich an Walnüsse denke, und im Moment denke ich verdammt oft an diese Dinger, summe ich das Lied vor mich hin. Du glaubst das Klärchen verträgt die Sommerhitze nicht, ich müsste mich mal dringend etwas mehr im Schatten aufhalten? Nein es wird bei mir nicht schlimmer, ich erzähle es Dir mal ganz genau, also mache es Dir bequem.
Du kennst doch die Zorra und ihren Kochtopf, also ihren Blog, und in diesem Kochtopf wird in diesem Jahr gefeiert bis die Herdplatte glüht. Die Zorra hat ein Event nach dem Anderen und ein Höhepunkt in diesem Jahr ist ihre Pressereise mit dem Thema Kalifornische Walnussernte. Zu dieser Pressereise ist Zorra zusammen mit Sandra und Simone von Kalifornische Walnüsse eingeladen und zwar genau wie schon vor zwei Jahren, allerdings war damals Zorra alleine dort.
Und jetzt halt Dich fest, die Verantwortlichen von Kalifornische Walnüsse haben der Zorra noch einen weiteren Platz für einen Teilnehmer zur Verfügung gestellt und den hat die Zorra als Gewinn ausgeschrieben. Dafür muss man aber an zwei Runden teilnehmen. Man muss die erste Runde bestehen um in die Zweite zu kommen. Die erste Runde ist gelaufen.
Ich hoffe Du hältst Dich immer noch gut fest! Denn jetzt pass auf, ich, das Klärchen, habe die erste Runde geschafft und bin mit 14 weiteren tollen Blogschreibern für die zweite Runde nominiert. Was sagst Du jetzt? Du bist platt? Ging mir genauso!
Ich sag Dir, das musst ich erst einmal verdauen. War das eine Freude.
Kaum sind zwei Tage vergangen, klingelt der Paketmann und überreicht Dir ein Überraschungspaket, das hat man sich mit dem Einzug in Runde 2 erobert.
Ein ganz reizendes Päckchen überreicht von Kalifornische Walnüsse mit dem Hinweis, dass sie dich mit diesen hübschen Geschenken in kalifornische Stimmung versetzen möchten, das ist ihnen gelungen. Jetzt trällere ich nicht nur den Albert nach, sondern schmettere auch noch sämtliche Songs von den Beach Boys rauf und runter. Ganz herzlichen Dank an Kalifornische Walnüsse.
Nun muss ich meine Kalifornische Mission erfüllen. Die ganze Sonne Kaliforniens soll möchte ich auf den Teller bringen, der Geschmack muss so bleibend sein, wie die Eindrücke die Zorra vor zwei Jahren aus Kalifornien mitnehmen konnte.
Ich bastle ein nussiggefülltes Kalbsfilet, mit Walnuss-Topfenknödel an Samt(iger)sauce und Saisongemüse
Meine Zutaten:
1 Portion Leichtigkeit des kalifornischen Strandlebens
1 Fläschchen Eleganz der kalifornischen Weinregion
1 Handvoll Bodenständigkeit des Landlebens
1 großen Löffel mit dem Mut der Einwanderer und
1 kleine Prise Klärchens-Geheimnis
Alles zusammen gut verrührt und genussvoll angerichtet kann es kalt und warm gegessen werden und zu jeder Tages- und Nachtzeit.
Solltest Du jetzt auf den Geschmack gekommen sein und möchtest mein Rezept nachkochen, dann verwende vielleicht doch besser folgende Zutaten:
500 g Kalbsfilet
1 Ei
50 g grob gehackte Walnüsse
3 Esslöffel verschiedene Kräuter (Majoran, Thymian, Petersilie usw.) fein gehackt
50 g fein geriebener Parmesan
Butterschmalz zum Braten
Pfeffer und wenig Salz (der Parmesan bringt schon Salz mit)
In das Kalbsfilet eine Tasche schneiden und gut pfeffern.
Die restlichen Zutaten gründlich zu einer Paste vermischen und das Kalbsfilet damit bestreichen bzw. füllen. Das Filet wieder schließen und mit Rouladennadeln zusammen stecken.
Butterschmalz in einer Pfanne auslassen (hier bietet sich eine Gusseiserne an) und das Filet rundherum kurz anbraten. In Alufolie geben, die geöffnet lassen und im vorgeheizten Backofen bei 100° C gute 30 Minuten gar ziehen lassen.
Hier kommt es wirklich auf die Dicke des Filets an und ein Bratenthermometer wäre sehr hilfreich. Das Filet soll zart rosa bleiben aber die Füllung trotzdem gar!
Walnuss-Topfenknödel:
250 g abgetropfter Magerquark (24 Stunden in einem Sieb abtropfen lassen)
50 g Butter, zimmerwarm
1 Ei, Raumtemperatur
Prise Salz
125 g Mehl
Alle Zutaten zu einem Teig verarbeiten und diesen gut 2 Stunden im Kühlschrank abbinden lassen.
Wenn Du hast, mit einem Eisportionierer kleine Bällchen formen, ansonsten wie gewohnt mit den Händen.
Einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen, die Knödel hineingeben und gar ziehen lassen. Kannst Du gut vorbereiten.
Kurz vor dem Servieren röstest Du 100 g feingemahlene Walnusskerne in 100 g ausgelassener Butter an. Diese Walnussbutter würzt Du mit Salz und Pfeffer. Nun  gibst Du die Topfenknödel dazu und schwenkst sie hin und her, bis sie rundherum mit den Walnussbröseln überzogen sind.
Außerdem werden sie dabei wieder gut warm. Gut zu wissen für den Fall, solltest Du vorgearbeitet haben.
Samt(ige)sauce:
500 ml Rinderfond (ich hatte das große Glück noch einen Fond von Ochsenbäckchen im Vorrat gehabt zu haben)
50 ml Madeira
150 ml kräftigen Rotwein
125 g eiskalte Butter (sie kann ruhig angefroren sein)
Pfeffer, Salz
Fond, Madeira und Rotwein in einen Topf geben und bis auf 150 ml einkochen. Die eiskalte Butter in kleine Stücke schneiden und nach und nach in den eingekochten Fond geben und aufmontieren. Aber bitte aufpassen, nicht zu viel Butter auf einmal hineingeben, nicht dass sie vor lauter Fett *absäuft*
Jetzt noch mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Kleine Anmerkung: aus meiner ursprünglich geplanten Samtsauce ist die samtige Sauce geworden. Eine Samtsauce hat als Grundlage eine Mehlschwitze und eine Sahnebindung, das wollte ich den Walnüssen aber nicht zumuten und der schmackhafte Ochsenbäckchenfond hatte es auch nicht verdient verpfuscht zu werden, Du verstehst sicher was ich meine ;-)
Saisongemüse:
250 g Dicke Bohnen (ohne Hülsen)
50 g magere Speckwürfel, ganz fein in kleine Würfel geschnitten
1 Esslöffel Rapsöl
Bohnenkraut, aber nur ganz wenig und Pfeffer
Die Dicke Bohnen gut 3 Minuten in kochendem Wasser blanchieren. Herausnehmen, mit kaltem Wasser abschrecken und die Haut jeder einzelnen Bohne entfernen. Wir nehmen nur die Bohnenkerne ohne Haut!!!
Das Rapsöl erwärmen, die Speckwürfel und die Bohnenkerne im Öl schwenken und erhitzen. Mit einem Hauch von Bohnenkraut und Pfeffer würzen. Kein Salz! Salzige Würze bringt schon der Speck mit.
Kalbsfilet mit Walnusstopfenknödel, Samt(iger)sauce und Saisongemüse anrichten und servieren.
…und jetzt wo alles fertig ist werde ich mich gemütlich in die Ecke setzen, die restlichen Walnüsse knabbern und so ganz nebenbei über Herrn GB schmunzeln, der immer mal wieder an den Kühlschrank geht und nach Resten vom nussiggefülltem Kalbsfilet sucht.