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Freitag, 20. Mai 2016

Für lange Winterabende und laue Sommernächte, oder Olivencracker wirst du immer los…

…es ist schon eine ganze Weile her als ich diese verführerischen Dinger gemacht habe, aber das war auch volle Absicht. Diese kleinen leckeren Knabbereien sind so verführerisch, wenn die im Hause sind, bist Du nur mit einem beschäftigt und zwar mit knabbern. Du weißt es schon längst, ich rede von Olivenölcrackern.
Abgesehen davon, dass Olivenöl einer der gesunden Fette ist, bleibt Fett aber Fett und wenn Du zu viele davon isst, wirst Du auch fett. Du bist dann quasi Dein eigenes Olivenöllager für schwere Zeiten.
Ab und zu kann man ja mal, aber eben nicht ständig und schon gar nicht vor dem Essen. Bei Dir war das früher sicher auch nicht anders, oder durftest Du vor dem Essen noch etwas essen?
Selbst mit Getränken wurde gehaushaltet, schließlich sollte man sich vorher nicht satt trinken.
Diese kleinen köstlichen Cracker sind durchaus als kleine Vorspeise mit etwas Schnittlauchcreme, oder einem anderen frischen Dip, geeignet. Aber Vorsicht, sie haben Suchtfaktor, sie wandern ab einem bestimmten Zeitpunkt buchstäblich von ganz alleine in den Mund.
Unser letztes Schnabulieren der Olivenölcracker war irgendwann im März oder April. Es waren die letzten langen Abende, eingekuschelt in der Wolldecke auf der Couch. Ein Glas Rotwein, ein Buch zum Schmökern und die heimtückischen Dinger in greifbarer Nähe. Spät am Abend war das Buch ausgelesen, der Wein getrunken und wie durch Zauberhand auch die Schale mit den Crackern geleert. Da stand fest, das geht nicht ständig.
Jetzt stehen aber die schönen lauen Sommerabende vor der Tür. Das Sitzplätzchen unter der Markise will erobert werden und der Terrassenschlüfwein ist schon lange parat. Jetzt mal ganz ehrlich, meinst Du nicht auch, die Cracker drängen sich förmlich ins Bild wenn Du Dein Kopfkino ablaufen lässt? Bei mir schon und genau deswegen lass ich auch mal das Rezept hier, denn die Cracker sind genial und die kannst Du sogar in der Sonne knabbern, denn die schmelzen nicht.
Olivenölcracker:
Nadeln von einem Zweig Rosmarin fein mörsern
1 Knoblauchzehe fein gehackt
20 g. Parmesan fein gerieben
125 g Mehl Typ 550
2-3 gute Prisen Salz
25 g Olivenöl
3 Esslöffel Sahne
Zum Bestreuen Maldon
Alle Zutaten in einen Blitzhacker, oder in eine Küchenmaschine mit Knetarm geben und gründlich zu einer Teigkugel kneten.
Die Teigkugel flach drücken und zwischen zwei Bögen Backpapier geben. Mit einer Teigrolle dünn ausrollen.
Die Teigplatte mit einem gewellten Teigrad in mundgerechte, rechteckige Stücke schneiden. Mit etwas Maldon bestreuen und im vorgeheizten Backofen bei 200°C ca. 13 bis 15 Minuten backen.
Es könnte sein, dass die Cracker am Rand schnell etwas braun werden, diese dann früher aus dem Backofen nehmen.
Übrigens: die Cracker müssen vor dem Backen nicht auseinandergelegt werden, sie schrumpfen etwas und lassen sich nach dem Backen auch wunderbar auseinander brechen.

Donnerstag, 21. April 2016

Gute Bezugsquellen quasi vor der Haustür oder Carpaccio mit Salsa Verde…

…Du kennst diese hauchdünnen Scheiben Fleisch aus feinstem Rinderfilet geschnitten, die förmlich auf der Zunge schmelzen!? Die kaum Würze benötigen und zu den Hochgenüssen der Esskultur gehören!?
Ich weiß, Rinderfilet ist kostspielig und man bekommt es nicht gerade zum Suppenfleischpreis, aber selbst gutes Suppenfleisch hat seinen Preis. Wobei Rinderfilet nun noch eine ganz andere Hausnummer ist. Aber manchmal hat man Appetit darauf, etwas Besonderes zu feiern oder einfach weil man sich selbst verwöhnen möchte.
Und eigentlich könnte ich jetzt mit dem Rezept loslegen. Mache ich aber nicht!
Erst einmal rede ich Dir noch ins Gewissen.
Ich habe das ganz große Glück einer der besten Metzger quasi vor der Haustür zu haben und das sehe ich als ganz großen Gewinn an, denn dadurch muss ich keine großen Wege auf mich nehmen. Denn eigentlich möchte ich nicht großartig durch die Gegend fahren um meine Nahrung einzukaufen. Das Glück einen Fleischer mit erstklassiger Ware vor der Tür zu haben war nicht immer so, um genau zu sagen, eigentlich erst seit dem Ersten April. Nein, das ist jetzt kein Scherz.
Na wenn man es genau nimmt, gab es den schon immer in unserem Dorf, aber er war recht abseits und hatte für mich auch etwas unpassende Öffnungszeiten. Aber seit dem Ersten ist unser Dorf schöner geworden und wir haben die beste Bezugsquelle für Fleisch jetzt mitten unter uns. Denn der Metzger hat jetzt einen richtigen Laden im Dorf eröffnet und mit Öffnungszeiten die besser nicht sein können. Von morgens 7 Uhr bis abends 18:00 Uhr. Er beginnt den Tag mit einem Frühstücksangebot, hat einen adäquaten Mittagstisch im Angebot und seine Fleisch und Wurstwaren können sich sehen lassen.
Letzten Samstag musste ich dann auch gleich richtig zulangen. Schinken, verschiedene Wurstwaren, und ein appetitliches Stück Rinderfilet sind mit ins Büdchen gewandert.
Ich wusste schon ganz genau was es geben sollte. Im Dezember hatte ich auf eine dieser beruflichen Tagungen zu denen ich gelegentlich unterwegs bin, ein Carpaccio mit einer Kräutersauce gegessen. Das war so genial, da wusste ich sofort „Klärchen das machst Du nach“

Na und jetzt mit diesem schönen Stück war es dann so weit. Ich bastelte ein Carpaccio mit einer Salsa Verde. Die Wildkräuter (zu meiner Schande muss ich gestehen, ich hatte sie gekauft) und die essbaren Blüten passten wunderbar zu dem zarten Fleisch und rundeten den Genuss.
Aber nun willst Du sicher wissen wie ich es gemacht habe, ich will Dich nicht länger auf die Folter spannen.
Carpaccio an Salsa Verde und Wildkräutersalat mit essbaren Blüten:
Pro Person 75 – 100 g Rinderfilet
Das Rinderfilet gut 1 Stunde vor dem Schneiden in der Gefriertruhe anfrieren.
Für die Salsa:
100 g Zwiebeln in feine Würfel geschnitten
2 Esslöffel Olivenöl
200 ml trockenen Vermouth
2 Bund Petersilie
1 Esslöffel Dijonsenf
weitere 4 Esslöffel Olivenöl
1 Esslöffel Zitronensaft
1 Esslöffel Kapern
Maldon Salzflocken, frischer Pfeffer
Die Zwiebelwürfel in 2 Esslöffel Olivenöl 5 Minuten andünsten. Mit dem Vermouth ablöschen und bei geringer Hitze 15 Minuten weich kochen. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Die Blätter der Petersilie zu den Zwiebeln geben und alle restlichen Zutaten ebenfalls zufügen. Kurz mit dem Mixstab alles pürieren.

Das halbgefrorene Filet in hauchdünne (so ca. 3 mm) Scheiben schneiden. Idealerweise funktioniert das mit einer Aufschnittmaschine oder Brotmaschine mit Schinkenmesser. Die Filetscheiben auf Teller legen und im Ofen unter den Grill 1-2 Minuten bei starker Hitze erwärmen.
Nun die Fleischscheiben zusammen mit Wildkräutern und den Blüten auf Teller anrichten. Mit den Salzflocken und frischem Pfeffer würzen und mit der Salsa Verde bestreichen, dazu Brotscheibchen z.B. Baguette servieren.

Freitag, 5. September 2014

Geflügellebercreme brûlée war gestern, heute gibt es die Gewürzbirnen dazu…

…von unserem Kochtreffen im Saarland hast Du ja bereits gestern schon gelesen. Dass ich so einiges in der Gefriertruhe und im Kühlschrank an Zutaten zuhause habe stehen lassen, weißt Du auch. Der Plan sah so aus, dass alles was vorbereitet werden kann, auch vorbereitet wird. Wie gesagt, das war der Plan. Warst Du schon einmal auf bei einem Kochtreffen auf dessen sich die Teilnehmer das letzte Mal vor Monaten gesehen haben, oder überhaupt erstmals treffen. Sich bisher nur vom Austausch über dieses Frazebook kennen und sich jetzt live gegenüberstehen?!
Ein Hühnerhof ist, gemildert ausgedrückt, ein Scheiß *hüstel* dagegen.
Da wird gequarkt und geschnattert, geherzt und gebusserlt und das Letzte an das Du denkst sind Vorbereitungen für den nächsten Tag. Ich hätte viel vorzubereiten gehabt, aber die Gemütlichkeit war definitiv wichtiger und es gab nichts was nicht auch hätte noch am nächsten Tag geregelt werden können.
Und soll ich Dir was sagen, als hätte es so sein sollen, war es die beste Entscheidung die ich treffen konnte, denn meine Gewürzbirnen haben es mir gedankt. Ich nahm an, Gewürzbirnen können ruhig gut durchziehen, deshalb wurden sie auch gleich vormittags als erstes von ihrer Haut und vom Gehäuse befreit. Wie sie zubereitet wurden kannst Du unten im Rezept lesen. Aber jetzt kommt der ultimative Tipp!!! Bereite sie auf den letzten Drücker zu, oder verwende Birnen mit einer *nicht braun werde Garantie* denn wenn sie zulange geschält in der Küche herumlungern, werden sie unansehnlich. Jetzt komm mir nicht mit dem Säuretrick, der funktioniert nicht bei jeder Birne. Diese Birnen lagen im Essig und wollten sich trotzdem braun färben. Doch gut dass wir reichlich hatten, so konnten wir beim Anrichten die schönsten Birnenstückchen herausfischen und die hässlich gewordenen Braunen ignorieren.
Dank einer lieben Kochfreundin, die sich ganz schälend rührend um die Birnen kümmerte, waren zum Glück auch genügend da und wir konnten wirklich jeden Teller ansprechend und appetitlich anrichten.
Um die ganze Vorspeise entsprechend nachzubasteln, brauchst Du jetzt noch das Rezept der Brioche, aber da musst Du dich bis morgen gedulden. Hier erst einmal das schnelle
Rezept der Gewürzbirnen:
3-4 feste Birnen (Vereinsdechant)
1/2 Teelöffel schwarze Pfefferkörner fein gemahlen
20 g Butter
2 Esslöffel Zucker, ggf. etwas mehr
1 Esslöffel würzigen Honig
120 ml weißer Aceto Balsamico
2 Nelken
2 Lorbeerblätter
Birnen schälen, achteln und nochmals die Länge durchschneiden. Butter in einer Pfanne erhitzen und die groben Birnenstücke darin schwenken. Den Honig hinzugeben, mit dem Zucker bestreuen und leicht karamellisieren. Mit dem Balsamico ablöschen. Nelken und Lorbeerblätter zufügen und einige Minuten köcheln lassen bis die Birnenstücke etwas weicher sind. In eine Porzellan- oder Glasschüssel umfüllen und auskühlen lassen bis sie für´s Anrichten gebraucht werden.

Donnerstag, 4. September 2014

Geflügellebercreme brûlée mit Gedöns an die Umgebung angepasst…

…tief im Westen wo die Sonne verstauuubt, ist es besser, viel besser als man glaubt... Das kann ich nur bestätigen. Ein Bundesland, das Kleinste, das mehr Ähnlichkeiten und Gemeinsamkeiten mit unserem geliebten Pott hat, als Du glaubst. Geprägt von Kohle und Stahl, Menschen die ihre Region lieben, genauso wie hier. Nur etwas unterscheidet uns ganz gravierend, wir sind näher an den Genüssen der Niederländer, Du weißt schon Tomaten und so- aber die da unten – reine Landkartenansicht – hüpfen mal eben über die Grenze und ihnen liegen die Austern, der Champagner und sämtliche andere Leckereien regelrecht vor den Füßen. Die Rede ist die ganze Zeit vom Saarland.
Es war mal wieder soweit, ein Kochwochenende mit lieben Kochfreunden.
Einige Kilometer lagen vor uns und deshalb wurde schon Tage vorher gepackt. Das Wichtigste war im Auto, Herr GB, ja richtig, diesmal fuhr Herr GB auch mit, und unterwegs wurde auch noch eine liebe, mir ans Herz gewachsene, Kochfreundin eingesammelt. Sag ich doch, das Wichtigste war eingepackt, wenn da nicht noch einige wenige Kleinigkeiten gefehlt hätten. Wie z.B. die Zutaten für meine Speisen die ich anrichten wollte. Allerdings ist mir das Fehlen so knappe 30 Minuten vor dem Ziel aufgefallen. Herr GB weigerte sich die letzten bereits gefahrenen 350 Kilometer zurück zu fahren, so muss er jetzt mit den Konsequenzen leben. Es lungern derzeit 28 Eier, gute 400 g Geflügelleber, Butter, Creme Fraiche und noch diverse andere Zutaten im Kühlschrank rum die verzehrt werden wollen.
Mein Part bestand aus einem Geflügellebercreme brûllée mit Gewürzbirnen und Brioche und für das Dessert zeichnete ich auch die Verantwortung. Es gab herrliche Speisen und hungern musste keiner. Wir aßen von mittags bis spät abends. Wurden zwischenzeitlich von der örtlichen Presse besucht und von Madam Vanille, die mal eben über die Grenze kam, über Vanillestangen, ihrer Herkunft und Verarbeitungsvielfalt informiert. Madam stammt gebürtig von Madagaskar, eben genauso wie die Vanillestangen, die von hervorragender Qualität stammten und von ihr angeboten wurden.
Das ganze Kochtreffen lag organisatorisch in den Händen von Rolf Klöckner, dem Saarländischen Gastrokritiker.
Stundenlang könnte ich hier weiterschreiben und Dir von dem kochenden Wochenende berichten, aber wie Du weißt, ich habe da noch einige Zutaten im Kühlschrank die wollen verarbeitet werden.
Heute lass ich Dir das Rezept von meiner Vorspeise da und das Dessertrezept bekommst Du auch noch.
Geflügellebercreme brûlée
200 -250 g Leber, Geflügelleber wenn möglich mit Enten, Puten oder Gänselebern
150 ml Sahne
150 ml Milch
5 Eigelbe
30 ml Madeira
Pfeffer, weißer
Salz
Muskat, frisch geriebene
Zucker, braun
Curcuma, Ingwer, Kreuzkümmel, Kardamom, jeweils eine Messerspitze 
Die Lebern enthäuten und Gefäße entfernen. Gesäuberte Leber in kleine Würfel schneiden. Sahne mit der Milch erhitzen und die Leber darin ca. 5 bis 10 Minuten köcheln. Die Leber sollte gar ziehen. Alles pürieren und durch ein Sieb streichen.
Die Eigelbe mit Pfeffer, Salz, Muskatnuss und dem Madeira aufschlagen. Vorsichtig die Lebersahnemilch zu den Eigelben geben und vermischen.
Die Creme in kleine, hitzebeständige Förmchen füllen, mit Folie abdecken und bei 90°C im Dampfgarer ca. 35 Minuten garen. Im Backofen bei 100°C gute 40 Minuten.
Die Creme abkühlen lassen. Ca. 2 Stunden kalt stellen.
Zum Servieren braunen Zucker mit den Gewürzen mischen und auf der Oberfläche der kalten Creme verteilen. Mit einem Brenner karamellisieren. Aber Vorsicht, nicht dass die Gewürze brennen.
Die karamellisierte Creme mit Kornblumenblütenblätter, Brioche und Gewürzbirnen servieren. Die Rezepte für das Brioche und die Gewürzbirnen bekommst Du genauso in den nächsten Tagen wie die Rezepte zu dem Dessert.

Aber wenn Du noch etwas mehr zu dem Kochtreffen lesen möchtest, kannst Du bei den Kochfreundinnen PE von *Obers trifft Sahne* und bei Eva von *Doc Eva* noch das eine oder andere Schmankerl finden.

Dienstag, 26. August 2014

Parmesanflan, die Käsewoche geht weiter…

…wie Du hier gelesen hast habe ich seit neuestem einen sizilianischen Käsedealer. Bei Giovanni bekomme ich nicht nur Burrata sondern auch erstklassigen Parmesan. Natürlich am Stück und der wird ganz nach Belieben gerieben oder auch Stückeweise gebrochen. Ebenso wie man ihn gerade braucht bzw. bevorzugt. Laut Giovanni ist er Monateeeee im Kühlschrank haltbar, aber es ist noch nie dazugekommen Giovannis Aussage auf die Probe zu stellen. Höchstens zwei Wochen hat bisher mal ein Stück überlebt, aber dann auch nur weil er weder Herrn GB noch mir in die Hände gefallen ist, also der Käse, nicht der Giovanni. Kaum zu glauben, dass Herr GB früher Käse komplett verschmäht hat, noch nicht einmal zerlaufen auf der Pizza hätte ihn der Käse locken können.
Diese käsefreie Zeit war echt Käse, keine Planung für eine Käseplatte nach Käseuhr oder Spagetti mit Spänen der Käseknolle, selbst ein Nudelauflauf mit zerlaufenen Käse überbacken, wie es heutzutage von Herrn GB geliebt wird, hätte zum Käseeklat geführt. Damals hätte Giovanni wahrscheinlich die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen und etwas von nicht genussfähige Deutsche gefaselt, wir hätte nie wieder seinen Laden betreten dürfen und Italienische Genüsse wären uns zeitlebens verschlossen geblieben, auf jedem Fall die, die Giovanni in seinem Laden hat.
Doch zum Glück ist alles anders gekommen und in dem genussreichen Leben mit Herrn GB habe ich ihm dann irgendwann so peu à peu Käse untergeschoben. Angefangen habe ich mit Frischkäse, den ganz Milden. Es folgte zarter Butterkäse, natürlich auch der Milde usw. bis er sich irgendwann an die Kräftigen traute. Erst nur ein kleines Fisselchen, dann mal ein etwas Größeres bis heute immer etwas mehr und jetzt ist der Tag gekommen, ich serviere einen Käseflan um genau zu sagen einen Parmesanflan. Kräftig im Geschmack, cremig in der Konsistenz und in Verbindung mit Ruccola und Tomaten eine frische Vorspeise. Ach übrigens, Tomaten gingen früher auch nicht und von dem bitteren Ruccola will ich erst gar nicht reden…
Parmesanflan:
2 Schalotten
2 Esslöffel Butter
200 g Champignons
1 Zehe Knoblauch
Salz und Pfeffer (frisch gemahlen)
50 g schwarze Oliven
1 Zweig Zitronenthymian
80 g Parmesan
4 Eier
200 ml Milch
Muskatnuss frisch gerieben
Schalotten schälen, fein hacken und in der Butter weich dünsten. Die Champignons putzen, in kleine Würfel schneiden, und zu den Schalotten geben. Knoblauch schälen, auch fein hacken und zusammen mit Salz und Pfeffer zu den Champignons geben. Alles zusammen solange dünsten bis die ganze Flüssigkeit verdunstet ist.
Zwischenzeitlich die Oliven fein hacken und mit dem abgezupften Thymianblättchen zu den Pilzen geben. Alles etwas abkühlen lassen. Den Parmesan darüber reiben.
Souffléförmchen mit Butter einfetten.
Die Eier mit der Milch verquirlen und unter die Pilzmischung geben. Noch mit Muskatnuss würzen. Die Pilzmasse in die Förmchen füllen und mit Alufolie abdecken. Im Dampfgarer bei 90° C die Masse 30 Minuten stocken lassen. Kann auch im Backofen gemacht werden. Da musst Du in die Bratenpfanne Wasser füllen und die Förmchen hineinstellen. Bei 160° C Umluft ebenfalls 30 Minuten garen.
Die Flan etwas abkühlen lassen mit einem spitzen Messer vom Rand lösen und stürzen.
Die Flan auf Ruccola und mit Cherrytomaten anrichten.

Dienstag, 13. August 2013

Wo man auch hinschaut, eine wahre Blütenpracht, gefüllte Zucchiniblüten…

…der Gemüsehändler ist der Schuldige, er hatte sie da herumliegen. Ja was hätte ich denn da machen sollen? Vielleicht ohne Blumen meinen Marktbesuch beenden? Hätte ich, hab ich aber nicht. Der einzige Nachteil an diesen Blumen, Du hast wirklich nur einen Tag etwas von ihnen. Mit Frischblumendingenszeuchs brauchste erst gar nicht anfangen und über Nacht komplett in Wasser legen?! Vergiss es! Bringt alles nichts, aber Du kannst sie essen! Jawohl, und sie sind wirklich sehr schmackhaft und obendrein auch noch eine Schau fürs Auge. Ist doch immer mein Reden, lasst Blumen sprechen.
Im Büdchen plapperten gefüllte Zucchiniblüten….
Gefüllte Zucchiniblüten als Vorspeise (4 Pers.)
Pro Person 2 Zucchiniblüten mit Miniaturzucchini
Olivenöl
250 g Cremechampignons
1 Schalotte, fein gehackt
50-100 ml spritzigen Weißwein
½ Bund glatte Petersilie, fein gehackt
250 g Mascarpone
2 Esslöffel geriebenen Parmesan
1 Ei
Pfeffer, Salz
Etwas Öl für die Auflaufform
Champignons reinigen und in feine Würfel schneiden. Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die feingehackte Schalotte kurz andünsten bis sie glasig ist. Die Champignonwürfel dazugeben und auf kleiner Temperatur garen. Mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen. Den Weißwein angießen und die Champignons damit ablöschen. Den Wein einkochen. Die Hälfte der Pilze abkühlen lassen. Die anderen warmhalten.
Mascarpone mit dem Ei und dem geriebenen Parmesan verschlagen und die abgekühlten Champignons zur Mascarpone geben. Großzügig einen Teil der gehackten Petersilie untermischen.
Die Zucchiniblüten vorsichtig säubern und den Blütenstempel aus der Blüte herausbrechen. Das sollte wirklich ganz behutsam geschehen, nicht das die Minizucchini abbricht. In jeweils eine Blüte 1-2 Esslöffel Pilzmasse geben und die Blütenblätter an der Spitze leicht zusammendrehen, damit die Masse nicht herausfließt. Eine Auflaufschale mit etwas Öl einfetten und die gefüllten Zucchini hineinlegen.
Die Blüten 15-20 Minuten bei 160°C Umluft im vorgeheizten Backofen garen. Die restliche Petersilie unter die warmgestellten Champignons mischen. Die gegarten Blüten zusammen mit den Champignons anrichten.


Freitag, 3. August 2012

Als sommerliche Vorspeise vielleicht ein Gemüsesülzchen?

Im Büdchen ist leichte Küche angesagt. Wir wollen den Sommer solang wie möglich genießen. Doch wenn ich ganz ehrlich bin fällt es mir, bei den nicht gerade hochsommerlichen Temperaturen, auch nicht einfach. Ich habe mich jetzt dazu entschloss öfters Vorspeisen auszuprobieren. Idealerweise mit einer Mengenangabe für 4 Personen, das ist häufig genau das richtige Maß für einen Hauptgang für zwei Personen. Die meisten Vorspeisen sind richtig schön leicht und somit ein geniales Sommeressen. Die Auswahl an Vegetarischen Gerichten ist schier unendlich und sollte Herr GB mal wieder jenseits der fleischlosen Speisen flanieren wollen, sind Kombinationen mit Schinkenröllchen oder Kurzgebratenen immer möglich. Außerdem habe ich so auch immer wieder mal die Gelegenheit meinem Schatz unliebsames Gemüse unterzuschieben. Diesmal war es der Fenchel der fast unbemerkt verspeist wurde. Doch weil Fenchel sehr gesund sein soll musste Herr GB da durch. Das Rezept hatte ich wieder aus dem Buch „Meine Küche“ vom Vinc, ähhh, ich meine natürlich von Herrn Klink.
Für die Sülze brauchte ich Agar-Agar. Ein pflanzliches Geliermittel aus dem Reformhaus oder Bio-Laden. Ich verwende es auch immer nur in Pulverform, da soll es gelingsicher sein. Dieses Sago ist nicht mein Fall und wird nicht mehr über unsere Schwelle getragen. Als Alternative greife ich gelegentlich auch noch auf Gelatine zurück, zugegeben immer seltener.
Für vier Sülzchen braucht man je einen ½ grünen und ½ roten Paprika. Den putzen und in 3 cm große Stücke schneiden. Eine Fenchelknolle waschen, in Scheiben schneiden und dann die Scheiben vierteln. Das Gemüse in 500 ml kochender Gemüsebrühe innerhalb von 4 Minuten garen.
In der Zwischenzeit die Vorbereitungen für die Sülze treffen. 125 ml Weißwein mit einem Teelöffel Agar-Agar verrühren. Nun das gegarte Gemüse aus der Brühe nehmen und ablaufen lassen. Im Anschluss das Gemüse auf Tassen oder Portionsformen verteilen. In die Gemüsebrühe den Weißwein mit dem Geliermittel geben und 2 Minuten kochen lassen. Einen Esslöffel gehackter Petersilie, ein Esslöffel Schnittlauchröllchen und einen Teelöffel fein gehackter Thymianblättchen in die Brühe geben. Noch mit Salz und Pfeffer abschmecken und auf die Gemüsetassen gleichmäßig verteilen.
Ich habe die Tassen etwas stehen lassen, dann mit Frischhaltefolie abgedeckt und über Nacht im Kühlschrank erstarren lassen. Genau nach Anweisung von Herrn Klink habe ich natürlich auch einen Dip dazu gereicht. Dafür wurden 150 ml saure Sahne mit 50 ml Joghurt verrührt. Je einen Esslöffel gehackter glatter Petersilie und ein Esslöffel feiner Schnittlauchröllchen untergemischt. Mit einem Spritzer Zitronensaft, Salz und Pfeffer abgeschmeckt.
Mit etwas Brot ein tolles Sommeressen.

Dieses Rezept habe ich nach einem Rezept von Vinzent Klink gebastelt und es passt super zu dem Event von foodfreak. Ein Ganzjahresevent den die Eigentümerin von Foodfreak ins Leben gerufen hat. Liebe Petra, herzlichen Dank dafür.


Dienstag, 22. Mai 2012

Spargeltöpfchen, mein Schatz isst mit…

Ich habe es geschafft, in minimal Portionen isst Herr GB Spargel. Am vorletzten Wochenende haben wir einen Abstecher nach Herten gemacht, ich wollte meiner Schwester unbedingt den schönen Hofladen zeigen, den wir im letzten Jahr ausfindig gemacht hatten. Außerdem stand noch eine Spritztour mit dem neuen Auto aus, Ihr wisst schon, die Karre die ich aus Wolfsburg mitgebracht habe.
Also die Gedankenübertragung funktionierte schon einmal, ich habe an meine Schwester gedacht um sie unbedingt anrufen zu müssen und schwupps ging am Samstag um 09:10 Uhr bei uns das Telefon. Sie hatte es geahnt und ist mir zuvorgekommen. Also, lange Rede… schnell hatten wir in einer ¾ Stunde (das war für unsere Verhältnisse wirklich schnell) alles Wichtige vereinbart. Am Sonntag, es war ja Wähltag in NRW, saßen wir zusammen, natürlich mit unseren Anhängseln, im Auto und ab ging es auf die Autobahn. Zack, zack die Adresse vom Spargelbauern eben schnell per Smartphone aus dem Internet gesucht und ins Navi eingegeben. Klasse diese Technik von heute.
Unser Navi heißt „rote zorra“ hat aber mit lebenden Personen nicht die geringste Ähnlichkeit und ist auch nicht verwandt mit bekannten Persönlichkeiten.
Also führte uns unsere Zorra nach Herten. Irgendwann musste ich Herr GB aber dann doch darauf hinweisen, dass alles etwas anders aussieht als im letzten Jahr. Nein, nein, das hatte ich alles falsch in Erinnerung, wir sind schon richtig, sagte die Zorra ja auch.
Am Hof angekommen staunte Herr GB jetzt auch nicht schlecht. Das war nie und nimmer der Hof vom letzten Jahr, er war zwar auch sehr hübsch, aber er war es einfach nicht. Männer!
Der Hof voller Ausflugtouristen und wir mittendrin, na klasse! Jetzt muss ich gestehen, wir hatten dann doch noch ein richtig schönes Plätzchen ergattert und in aller Gemütlichkeit Kuchen gegessen und Kaffee getrunken. Der eigentliche Hofladen entpuppte sich als wirklich nette Einkaufsoase und einige Schlemmereien sind in den Kofferraum gewandert. Natürlich gab es auch Spargel, nur für Herrn GB da habe ich mal vorsichtshalber Kohlraben mitgenommen.
Zuhause angekommen haben wir uns Spargel, neue Kartoffeln, Kohlraben und Fisch, den Fisch hatte ich am Samstag auf dem Markt gekauft, schmecken lassen.
Aber wenn ich ganz ehrlich bin, ist mit dieser einen Mahlzeit mein Spargelappetit erstrichtig angestoßen worden. Es war mit Abstand einer der besten Spargel die ich je gegessen habe. War wohl klar dass ich unbedingt zum Wiederholungstäter mutierte, oder?
Also wieder Spargel gekauft, allerdings nicht in Herten sondern in direkter Nachbarschaft vom Büdchen. Okay, der war jetzt zwar nicht so bahnbrechend wie der aus Herten, aber für mein Rezept war er genau richtig. Am Samstag habe ich dann noch den Grünen besorgt und schon konnte es losgehen. Erst ein Spargelmousse, Herr GB konnte die Schüssel ausschlecken und sieh an, es schmeckte ihm. Mit dem grünen Spargel und einem Spargelsalat komplettierte ich meinen Spargelgang. Der Anblick der Spargelvorspeise gefiel im so gut, dass er sich nicht zweimal bitten ließ zu probieren. Mein Fazit, solange ich Herrn GB nicht einfach nur die schnöden Spargelstangen mit Soße serviere, isst er auch dieses leckere Erdgewächs. Auf die Machart kommt es an, er ist einfach zu verwöhnt…
Wer es nachbasteln will, hier ist die Anleitung für das Spargeltöpfchen:

500 g Spargel
6 Blatt Gelatine
2 Teelöffel Gemüsebrühe
200 ml geschlagene Sahne
Salz, Pfeffer, Zucker, Zitronensaft
Den Spargel schälen. Den Spargel zusammen mit den Spargelschalen in einen Topf geben mit Wasser bedecken, die Brühe zugeben mit Salz, Pfeffer und Zucker leicht würzen und in wenigen Minuten gar ziehen lassen. Die Spargelstangen mit einem Schaumlöffel aus den Topf heben und zur Seite stellen. Das Wasser mit den Schalen abgießen und dabei das Spargelwasser auffangen. Die Spargelschalen können jetzt entsorgt werden. Das Spargelwasser auf 250 ml bei mittlerer Temperatur einkochen. Die Gelatine in Wasser einweichen und quellen lassen. Anschließend ausdrücken und in die Spargelflüssigkeit geben. Den Spargelfon abkühlen lassen und die geschlagene Sahne unterheben. Mit Salz, Pfeffer einer Prise Zucker und einige Spritzer Zitronensaft abschmecken. Die Sahnemasse auf Gläser verteilen und zum aushärten abgedeckt in den Kühlschrank stellen.

½ Bund glatte Petersilie gehackt
Die gegarten Spargelstangen die zur Seite gestellt wurden
125 g Krabben
2 Esslöffel Olivenöl
2 Esslöffel weißen Balsamessig
1 Esslöffel Vejus oder Apfelessig
Pfeffer und Salz und Zucker
500 g grünen Spargel
Den grünen Spargel in verwendbare Länge schneiden und in Salzwasser garen, (Ich bevorzuge die Dampfgar- oder die Bratenschlauchmethode)
Die gehackte Petersilie mit den Krabben vermischen, die weißen Spargelstangen in kleine Stücke schneiden und ebenfalls zu den Krabben geben. Mit Olivenöl, Balsamessig, Vejus, Pfeffer, Salz und Zucker würzen bzw. abschmecken.
Die Gläser in dem bereits das Spargelmousse fest geworden ist, mit einmal durchgeschnittene grüne Spargelstangen auskleiden.
In die Mitte den Spargelsalat füllen und servieren.
Für Spargelliebhaber eine herrliche Vorspeise und für die Nichtgernespargelesser ein schöner Weg sich an Spargel zu trauen.