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Dienstag, 22. Januar 2013

Thailändische Küche mitten im Ruhrgebiet, Hühnchenbrust in Ingwersauce…

…hättest Du mir vor 10 Jahren gesagt ich würde sämtliche Zutaten für ein thailändisches Gericht in meinem kleinen Dörfchen bekommen, ich hätte Dich für verrück erklärt. Abseits der Ruhrgebietsmetropolen und ihren vielseitigen ausländischen Geschäften war das undenkbar. Schon alleine durch die Nationen Vielschichtigkeiten gibt es eine Vielzahl kulinarischer Unterschiede und es ist eine Bereicherung für das ganze Ruhrgebiet. Die Ruhrgebietler sind ein Volk das kulinarischen Erweiterungen von jeher immer offen gegenüberstand. Gerade Menschen aus östlichen Gegenden fühlten sich seit Menschgedenken vom Ruhrgebiet angezogen und ließen sich hier nieder. Der Grund war früher das Überangebot von Arbeitsplätzen. Generationen aus allen Herrenländern prägten die Ruhrgebietsküche und die sah in Duisburg schon ganz anders aus als in Dortmund, Essen, oder Bochum. Das Überangebot von Arbeitsplätzen ist schon längst Geschichte, aber dass sich die Zutaten in den Kochtöpfen mal wieder weiterentwickeln sieht man ja an meinem "Dorfsupermarkt" bei dem bekomme ich Zitronengras, Chilischoten, Limettenblätter, Ingwer und auf Bestellung sogar Korianderwurzeln. Das sind genau die Zutaten die ich für mein thailändisches Huhn benötige. Sojasauce, Fischsauce und Reisessig steht im Regal bei den asiatischen Zutaten. Das Regal ist im Dorfladen so eine Selbstverständlichkeit wie das Regal mit Fertigprodukten.
Dieses Hühnchengericht ist genial wenn Du keine Zeit hast, oder Du Dich bei Schweinebäckchen und Co. verausgabt hast. Ich erkläre Dir mal eben schnell wie Du es zubereitest.
Hühnchenbrust in Ingwersauce…
2 Zitronengrasstängel

1/2 Chilischote, rot
2 Limettenblätter (frisch im Asialaden oder aus dem Glas)
2 Thai-Schalotten (zur Not gehen 2 uns gebräuchliche Schalotten)
1 Knoblauchzehe
500 ml Hühnerbrühe (die habe ich immer im Keller in Twist-off Gläsern eingekocht)
500 g Hühnchenbrustfilet
Alle Zutaten mit der Brühe vermischen und aufkochen. Das Hühnchenfilet in die Brühe legen und auf kleiner Hitze 20 Minuten garziehen lassen.
In der Zwischenzeit machst Du die Ingwersauce
2 Frühlingszwiebeln, in Ringe
50 bis 60 g Ingwer in feine Würfel geschnitten
die andere Hälfte der roten Chilischote in schmale feine Streifen schneiden.
Eine Korianderwurzel fein gehackt.

2 Esslöffel Erdnussöl
Das Öl erhitzen und die Frühlingszwiebelröllchen, wie auch die Würfel des Ingwers, die Chilistreifen und die feingehackte Korianderwurzel darin anschwitzen.
Mit 5 Esslöffel heller Sojasauce, 3 Esslöffel Reisessig und 2 Esslöffel Fischsauce ablöschen. Noch 2 Teelöffel Palmzucker (ersatzweise Rohrzucker) zugeben und in der Sauce auflösen.

Die Hühnchenbrust aus der Hühnerbrühe heben und warm stellen. Die Brühe gut auf die Hälfte reduzieren. Die Reduktion zur Ingwersauce geben und nochmals aufkochen lassen.
Die Hühnchenbrust in Scheiben schneiden und zusammen mit Reis und Ingwersauce servieren.


Montag, 7. Januar 2013

Ich glaub es geht jetzt wieder los…

…der Urlaub ist vorbei und ich werde Euch wieder in meine Kochtöpfe, aber auch in meinem Backofen schauen lassen. Gleich heute fange ich damit an und habe ein Rezept von Zitronengrasspieß mit Rinderfilet an Honigmöhren und Vanille-Kartoffel-Dip. Viele unterschiedliche Aromen die auf dem Teller wunderbar miteinander harmonierten. Eigentlich bin ich ja jetzt nicht der Fan von unzähligen Gewürzen innerhalb eines Menüganges. Aber Ende dieses Monats steht ein Kochkurs an, wieder ein Kochkurs mit der Freundin und diesmal geht es um Gewürze, da wollte ich mich einfach schon mal etwas einstimmen. Ich bin schon so gespannt was die Freundin da wieder aus dem Ärmel zaubert. Freundin, ich freu mich…
Zitronengrasspieß mit Rinderfilet an Honigmöhren und Vanille-Kartoffel-Dip
Rinderfiletspieß:
Pro Person 3 Stücke Rinderfilet á ca. 50 g zwischen zwei Folien flach plattieren
Für die Marinade:
Sesamöl und Sojasauce, je 2 Esslöffel
1 Teelöffel Honig
2 Esslöffel feingehacktes Koriandergrün
1 Knoblauchzehe fein gehackt
1 kleine rote entkernte Chilischote, fein gehackt
Die Rinderfiletscheiben mit der Marinade einstreichen. An den Zitronengrasstangen die äußeren 2-3 Blätter entfernen.
Die marinierten Fleischscheiben um die Zitronengrasstangen wickeln und mit Küchengarn festbinden. Die Spieße in eine Schale geben und mit der restlichen Marinade einstreichen. Mindestens eine Stunde ziehen lassen.
Gebraten werden sie übrigens kurz vor dem Essen in Sesamöl innerhalb von 5-6 Minuten von allen Seiten.
Für das Dip 200 g Kartoffelwürfel von mehligen Kartoffel in Salzwasser garen.
Die Kartoffeln abgießen und warm durch ein feines Sieb streichen.
Die die Schneekartoffeln 100 g Saure Sahne rühren. Schale einer ½ Limette und 2 Esslöffel Limettensaft unterrühren. Ein daumengroßes Stück Ingwer fein reiben und zusammen mit dem Mark einer Vanillestange ebenfalls unter die Kartoffel geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Möhren in Scheiben schneiden, mit einem Esslöffel Wasser in einen Topf geben und salzen. Gute 15 Minuten stehen lassen und weiteres Wasser ziehen lassen. Die Möhren ca. 20 Minuten garen. Zwischenzeitlich eine Stange Lauch ebenfalls in Scheiben schneiden und zu den Möhren geben. Die Möhren mit einem Teelöffel Honig und etwas Butter würzen. Weitere 5 Minuten bei minimaler Hitze warmhalten.
Anmerkung: noch etwas (ca. ein Teelöffel) geriebene Galgantwurzel unter die Möhren mischen, das gibt einen ganz besonderen Geschmack der mit leichter schärfe das Aroma unterstreicht.

Jetzt die Rinderspieße braten und zusammen mit den Honigmöhren und dem Kartoffeldip anrichten und servieren.