Donnerstag, 23. April 2015

Gute Vorarbeit ist halb gekocht, Pizza Ciabatta mit Frischkäse und Schinken…

Weißt Du womit ich die meiste Zeit in der Küche verbringe? Mit Grundlagenzubereitung! Jetzt fragst Du Dich, was isn das? Das sind die verschiedenen Fonds, Suppen, Grundsoßen, Nudelteige und, und, und…die ich für meine Speise brauche.
Nur durch die guten Vorbereitungen ist es möglich, mal eben ratzfatz im alltäglich Kochleben, schnell etwas auf den Tisch zu bekommen. Eine Vinaigrette und eine Buttersauce steht immer griffbereit im Kühlschrank und neuerdings auch immer ein Würfel Hefe. Denn man weiß ja nie, ob ich nicht mal eben ein Ciabatta backen muss.
Das Ciabatta von neulich ist hier im Büdchen eingeschlagen wie ne Bombe und ich hatte echt Glück dass einige Scheiben übrig blieben, um das mega Rezept von den Pizza Ciabatta ausprobieren zu können. Ich kann Dir was sagen, so schade wäre es gewesen, hätte ich diese kleinen Pizza Ciabatta nicht gemacht. Total schnell gemacht, wenn Du vorgearbeitet hast. Die Variante mit gefrorenen Ciabatta funktioniert übrigens auch sehr gut. Du frierst das Ciabatta scheibenweise ein und auch wieder scheibenweise auf, nur Du musst es direkt backen, auskühlen lassen und sofort einfrieren, dann klappt’s.
Jetzt gehen wir mal ans komplette Rezept.
Also, wie schon geschrieben, Du brauchst einige Scheiben Ciabatta, jetzt noch ein Tomatensugo (der steht bei Dir natürlich auch schon vorbereitet herum) Frischkäse und Parmaschinken und schon kann es losgehen.
Du bestreichst die Ciabattascheiben mit dem Tomatensugo, verteilst jeweils einen Esslöffel Frischkäse auf jede Scheibe und obenauf noch zerpflückten Parmaschinken. Die Ciabatta-Pizzen legst Du auf ein mit Backpapier ausgelegtem Backblech und überbackst die Brote 15-20 Minuten bei 250°C im vorgeheizten Backofen Ober-/Unterhitze auf der untersten Schiene.
Auf jedem Fall warm servieren und mit einem Glas Wein ein Genuss, also bereite mal gleich eins, zwei Scheiben mehr zu.

Dienstag, 21. April 2015

Ich sage es jetzt nicht, dass es schon wieder kein Fleisch gab - Blumenkohl in roter Sauce an Kräuterkartoffelpüree mit Backofentomaten…

Eigentlich wäre der Blumenkohl heute noch gar nicht dran gewesen. Aber ich habe eins der bunten Bilder vom Blumenkohl bei Frazebuck veröffentlicht und damit war schon klar, das Rezept muss so schnell wie möglich online.
Jeder kennt sicher Blumenkohl mit brauner Butter oder einer Holländischen Sauce, auch Schinkensahnesauce ist nicht unbekannt, aber wer isst Blumenkohl schon in Tomatensauce!? Tja, und dann auch noch mit einem Kräuterkartoffelpüree. Ein hübscher Teller in den Farben Italiens. Aber es hat nicht nur hübsch ausgesehen, der Geschmack war ebenfalls sehr außergewöhnlich gut und nicht zu Letzt alles in allem recht Figur freundlich und gesund. Ich würde mal sagen, so geht vegetarische Küche, endlich das Zeitalter vorbei, wo Gemüse paniert in Fritteusen baden musste, oder bis zur Unkenntlichkeit in Auflaufschalen geschichtet und mit dicker Sahnesauce überbacken wurden. So jetzt aber genug der Ansprache, hier endlich das Rezept:
Blumenkohl in roter Sauce an Kräuterkartoffelpüree mit Backofentomaten
Kräuterkartoffelpüree:
600 g Kartoffeln
2 Esslöffel gehackte Petersilie
1 Esslöffel gehackte Basilikumblätter
1 Esslöffel fein geschnittener Schnittlauch
1 Teelöffel Thymianblätter, fein gehackt
100 ml Olivenöl
Pfeffer und Salz
Die Kartoffeln schälen und in Salzwasser garen. Die Kräuter mit etwas Salz, Pfeffer und Olivenöl mischen und mit einem Mixstab fein pürieren. Die Kartoffeln abgießen und etwas Kartoffelwasser auffangen.
Die Kartoffeln stampfen und die Kräuterölcreme zu den gestampften Kartoffeln geben.
Alles gut verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Ggf. etwas Kartoffelwasser angießen und unter das Kartoffelpüree rühren. Aber wirklich nur so viel zugeben, bis das Püree schön geschmeidig und eine einheitliche Masse ist.
Blumenkohl in Tomatensauce:
1 Blumenkohl
1 Zwiebel
1 Esslöffel Öl
1 Esslöffel Butter
500 ml passierte Tomaten
1 Esslöffel Öl
Pfeffer und Salz
Den Blumenkohl putzen und in kleine Röschen teilen, gute 100 g Blumenkohlröschen zurückhalten und in ganz kleine Röschen teilen. Den Blumenkohlstrunk schälen und in kleine Würfel schneiden.
1 Esslöffel Öl mit der Butter in einen Topf geben und erwärmen. Die Zwiebel in kleine Würfel schneiden und im Ölbuttergemisch glasig dünsten. Die Passierte Tomaten zugeben und mit den Zwiebeln vermischen. Nun die großen Blumenkohlröschen in die Tomatensauce geben und auf kleiner Hitze gar kochen.
Das restliche Öl in einer Pfanne erhitzen und die kleinen Blumenkohlröschen mit den Blumenkohlwürfeln zugeben. Mit Pfeffer und Salz würzen und kräftig anbraten und anschließen gar ziehen lassen.
Backofentomaten:
Ca. 20 Cherrytomaten
Einige Blätter Basilikum
2 Esslöffel Thymianblätter
3-4 Knoblauchzehen
Salz, Pfeffer, Zucker
Olivenöl, oder noch besser wäre Knoblauchöl
Tomaten mit heißem Wasser überbrühen, abgießen und sofort in Eiswasser geben. Abgießen und die Haut der Tomaten abpellen.
Die Tomaten in eine Auflaufschale dicht nebeneinander legen. Die Kräuter aufstreuen, mit Pfeffer, Salz und Zucker würzen. Die geschälten Knoblauchzehen zwischen die Tomaten stecken und mit dem Öl beträufeln. Bei 130°C im vorgeheizten Backofen gute 60 Minuten garen. (Übrigens, die Tomaten kann man auch sehr gut auf Vorrat machen, die schmecken auch so sehr lecker)

Anrichten:
Das Kräuterkartoffelpüree in die Mitte eines Tellers geben. Darauf die Blumenkohlwürfel geben. Den Blumenkohl mit der Tomatensauce rund herum zum Püree geben. Darauf noch kleine gebratene Blumenkohlröschen verteilen. Zwischen den Blumenkohl noch die Tomaten anrichten. Fertig, Essen kommen!!!

Montag, 20. April 2015

Gebäck am Sonntag oder aus Bananengugel wird Kirschtasche…

Eigentlich wollte ich Dir hier heute hübsche kleine Gugelhüpfchen mit Bananengeschmack und Bananeneis servieren. Aber das kannste Dir von der Backe putzen. Auf Hochdeutsch, daraus wird leider nichts.
Nicht dass es im Büdchen nichts zum Kaffee gab, nee, aber Bilder habe ich keine gemacht. Ein Rest Eis ist noch im Tiefkühler, aber die Gugelhupfen sind so doof geworden, dafür lege ich doch kein Film in die Kamera nehme ich die Kamera doch nicht zur Hand. Geärgert habe ich mich. Der Teig, in dem 2 Bananen gemixt wurden, war fluffig und sehr lecker. Das mit dem Lecker sagte Herr GB, Du weißt schon, er ist hier der Chefprobierer. Sie gingen auch wunderbar auf, die Hüpfchen, aber so schnell schrumpften sie beim Abkühlen auch wieder zusammen.
Zwei der Schönsten hatte ich herausgesucht um dem Gatten und mir jeweils einen hübschen Nachmittags Gebäckteller anzurichten, aber schwups waren sie weg. Herrn GB´s Ausrede, er dachte die könnten weg. Nach Kunst sahen sie wohl nicht aus.
Ach so schön hatte ich es mir vorgestellt. Je ein Hüpfchen mit etwas Puderzucker auf einer Minitortenspitze, gleich nebenan eine dicke Kugel Bananeneis mit Nutellacremesauce, alles hübsch dekoriert mit einer Physalis auf einer Bananenscheibe und, nicht zu vergessen, ein Zitronenmelissenblatt.
Das mit der Zitronenmelisse hatte sich übrigens auch ganz schnell erledigt, denn darauf hatte sich ein Schwarm weißer Fliegen gestützt und mit denen wollte ich nicht teilen.
Also gab es schmackhaftes, aber grausig aussehendes Bananengebäck mit Bananeneis ohne Melissenblattdeko und keine Fotos.
Doch neulich da habe ich kleine Hefetaschen mit Kirschfüllung am Sonntagnachmittag serviert und die waren fotogen. Ach schau doch einfach selbst.
Kirschtaschen aus Hefeteig:
20 g Hefe
110 ml lauwarme Milch
40 g Zucker
40 g Butter
1 Eigelb
250 g Mehl
Prise Salz
1 Eiweiß
Mehl in eine Schüssel geben eine Kuhle hineindrücken und die Hefe darein krümeln.
Zucker drüber streuen und die lauwarme Milch angießen. Etwas stehen lassen, bis die Hefe etwas schäumt. Zimmerwarme Butter und das Eigelb zugeben, mit der Prise Salz würzen und alle Zutaten zu einem geschmeidigen Teig kneten. Den Teig mit einem nassen Tuch abdecken und gut 30 bis 45 Minuten gehen lassen.
Wenn sich der Teig verdoppelt hat nochmals kurz zusammenfalten und dann kleine Teigstücke abtrennen von je ca. 45 g.
Die Teigstücke jeweils zu kleinen Quadraten oder Kreisen ausrollen. Jeweils etwas Kirschenfüllung (siehe unten) auf den Teig geben, die Ränder mit Eiweiß einpinseln und in der Mitte zusammenfalten. Die Ränder fest aneinanderdrücken.
Das Gebäck im vorgeheizten Backofen bei 180°C Umluft 15 bis 20 Minuten goldbraun backen.
 Kirschfüllung:
300 g TK-Kirschen
25 g Speisestärke
2 Esslöffel Zucker
50 ml roten Portwein
300 g TK-Kirschen aufgetaut
Die Kirschen in einen Topf füllen und einmal aufkochen. Die Kirschen durch ein Sieb geben und den Saft auffangen. Den Saft mit dem Portwein mischen und ggf. bis auf 250 ml mit Wasser auffüllen.
Die Speisestärke mit dem Zucker mischen, etwas Portweinsaftmischung zugeben und glatt rühren. Zwischenzeitlich die Portweinsaftmischung nochmals aufkochen und mit der angerührten Speisestärke andicken. Kirschen zugeben und komplett abkühlen lassen.
Ach ja übrigens. Ganz zum Schluss werden sie noch mit Puderzucker bestäubt, aber wenn Du eventuell auch noch am nächsten Tag ein Teilchen essen möchtest, dann rühre einen Zitronenguss  aus Puderzucker und etwas Zitronensaft an und bepinsel die Kirschtaschen damit. Der Guss hält die Frische in den Teilchen und sie trocken nicht so schnell aus.

Samstag, 18. April 2015

Fleischlos aber glücklich, Linsen-Bolo(gnese) in Rot…

Klar weiß ich was Du jetzt denkst, genau das hat Herr GB sicher auch gedacht- Klärchen spinnt! Aber Klärchen spinnt nicht, Klärchen kocht und zwar Bolognese! Mit roten Linsen!
Okay, okay, alles gut, alles gut, reg Dich nur nicht auf.
Sicher ist das keine Echte, also so ein Original aus Italien, aber durchaus lecker. Eigentlich bin ich auch eher ein Verfechter der Originalen. Nicht umsonst gibt es Traditionsgerichte, wie auch Vorgaben, wie eine Speise zubereitet wird. Klar kannst Du einen Schmorbraten im Dampfgarer, oder Pudding im Backofen machen, aber dann wird es eben *räuspern* äh anders, punkt aus. Und mit den Grundtechniken des Kochen hat das so viel zutun, wie eine Kuh fliegen kann.
Wie oft habe ich in einschlägigen Foren von vegetarischer Bolognese gelesen und mir meinen Teil gedacht. Fast jedes Mal hatte ich den Entschluss gefasst, Klärchen probiere es aus und urteile dann. Ich habe ausprobiert und ich schwenke in diesem Fall die weiße Fahne, lecker. Selbst der fleischverwöhnte Gatte hat Nachschlag verlangt. Eine tolle Alternative für ein fleischloses Mittagessen. Wer fleischlos essen möchte, benötigt also keine Fleischersatzprodukte, es geht auch so, aber das weißt Du ja eh.
Das Einzige was mich jetzt noch störte, war der Namen. Der Begriff Bolognese ist im Büdchen eigens für das Original reserviert. Es widerstrebt mir etwas zu betiteln, das in seinem Ursprung etwas ganz anderes darstellt. Deshalb heißt meine Sauce auch Rote Linsenbolo!
Rote Linsenbolo:
30 ml Olivenöl
200 g Möhren, in kleine Würfel geschnitten
50 g Petersilienwurzel, in kleine Würfel geschnitten
50 g Selleriewurzel, in kleine Würfel geschnitten
100 g Porree in, fein gehackt
1 rote Zwiebel, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1 kleine Chilischote, fein gehackt
2 Esslöffel Tomatenmark
200 g Rote Linsen
500 g gehäutete, entkernte Tomaten, in kleine Würfel geschnitten
250 ml Gemüsebrühe
2 Esslöffel Thymianblätter, fein gehackt
2 Esslöffel Rosmarinnadeln, fein gehackt
Pfeffer, Salz, Cayennepfeffer
Das Öl erhitzen und Möhren, Petersilienwurzel, Selleriewurzel, Porree, Zwiebel, Knoblauchzehe, Chilischote zugeben und leicht anschwitzen. Tomatenmark unter das Gemüse mischen und leicht anbraten. Linsen und Tomatenwürfel zugeben und alles unterheben.
Mit der Gemüsebrühe ablöschen und mit den Kräutern würzen. Alles gut 15 bis 20 Minuten bei mittlerer Hitze garen. Mit Pfeffer, Salz und Cayennepfeffer abschmecken.
Logisch dass Du die Sauce mit Nudeln servierst. Was zu einer richtigen Bolognese gehört, hat auch bei der Linsenbolo Gültigkeit.

Dienstag, 14. April 2015

Alle Jahre wieder, Radieschenblättersuppe…

Am letzten Samstag war es wieder soweit, die Augen waren wieder viel größer als der Kühlschrank und der ist schon groß.
Herr GB hatte sich als Brotaufstrich einen Frischkäse mit Frühlingszwiebeln und Radieschen gewünscht. Ein echtes Wagnis, zumal er ja eigentlich nicht wirklich für die kleinen scharfen Dinger schwärmt, also so pur nicht, viel zu scharf und sowieso und überhaupt. Wenn solche Wünsche geäußert werden nehme ich die Gelegenheit beim Schopfe und lege sofort los, okay sofort nur dann, wenn alle Zutaten im Hause sind. Waren sie aber nicht. Also erstmal Food shoppen. Herr GB meinte es besonders gut mit den Radieschen und kaufte gleich 2 Bunde.
Hallo, wir sind noch immer keine Großfamilie! Hätte ich die ganzen Radieschen für den Brotaufstrich verarbeitet, würden wir wohl locker noch den Rest der Woche davon essen. Nein, ich habe mich gebremst und den Gegebenheiten angepasst ein kleines Schälchen hergestellt. Aber jetzt kommt’s, ich kann ja nichts wegschmeißen und die Blätter sahen sooooo wunderschön saftig grün aus, ich konnte einfach nicht anders.
Richtig, ich habe Radieschenblättersuppe geklöppelt. Nicht das ich noch nie eine Suppe aus Radieschenblättern gemacht habe, fast pünktlich vor drei Jahren gab es schon mal eine Suppe aus Radieschenblättern, aber diese war eindeutig noch einen Tick besser. Wie heißt es doch so schön, man entwickelt sich weiter.
Radieschenblättersuppe:
1 Esslöffel Olivenöl
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1 rote Zwiebel, in feine Würfel geschnitten
40 g Dinkelmehl
750 ml Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer, Muskatnuss
2 Bund Radieschenblätter
3 Esslöffel Creme Frâiché
70 g Parmesan, gerieben
Olivenöl erhitzen und die Zwiebelwürfel zusammen mit dem Knoblauch andünsten. Mit dem Mehl bestäuben und leicht goldgelb anbräunen.
Mit der Gemüsebrühe ablöschen. Etwas mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss würzen. Die gründlich gewaschenen Radieschenblätter in die Suppe geben. Die Suppe gute 10 Minuten köcheln lassen und anschließend mit dem Mixstab fein pürieren. Creme Frâiché unterziehen und nochmals kurz aufkochen lassen. Den Parmesan in die Suppe rühren und somit etwas andicken. Auf Suppentassen verteilen und mit Radieschen anrichten.

Montag, 13. April 2015

Eis in der Gefriertruhe ist wie ein Joker im Ärmel, Amarettoeis mit Vanillegrissini…

Ja, er ist und bleibt ein Schleckermäulchen, Du weißt schon, der Gatte ist gemeint. Wenn der einen süßen Zahn hat, läuft er wie ein Tiger im Käfig von einem Schrank zum anderen, schaut mal hier und schaut mal dort. Klar ist dann die rettende Lösung ein Riegel Schokolade oder so, aber noch lieber sind ihm die kleinen Überraschungen die ich gelegentlich aus dem Ärmel schüttel Gefrierschrank, Kühlschrank oder Backofen zauber. Bisschen Eis mit etwas Gebäck geht immer, manche Schleckereien kann man hervorragend auf Vorrat herstellen und für Notsituationen bunkern. Eis steht da bei mir an erster Stelle, denn selbst wenn mal das komplette Gebäck ausgegangen sein sollte, kannst Du auf Eis etwas Fruchtsoße, irgendwelche Schokosoßen, oder Liköre drüber schütten. Glaub mir, damit besänftigst Du jeden Süßtiger, allerdings bist Du schnell in der Pflicht diese Überraschungen immer und immer wieder zu hexen.
Amarettoeis mit Vanillegrissini
Amarettoeis:
200 ml Sahne
200 ml Milch
Mark einer Vanillestange und die Schote
100 g weiße Kuvertüre
4 Eigelbe
70 g feinster Zucker
100 g Schokoladenraspel (bei mir musste ein Schokoladennikolaus herhalten, der musste weg, schließlich ist Ostern vorbei und er kann nicht mehr in einen Hasen umgewandelt werden.)
60 ml Amaretto
Sahne und Milch mischen. Das Vanillemark zusammen mit der ausgekratzten Vanilleschote zum Milchgemisch geben und aufkochen. Abkühlen lassen. Das kann man auch ganz gut einen Tag vorher machen, denn je länger die Schote in dem Gemisch liegt, je mehr aromatisiert sie die Sahnemilch. Die Eigelbe mit dem Zucker über ein Wasserbad schaumig schlagen. Die Schote aus der Sahnemilch nehmen. In den Eigelbschaum langsam die Sahnemilch geben und die Eiermilch zur Rose abziehen. Kuvertüre schmelzen und zur Eiermilch geben. Den Amaretto ebenfalls zugeben und kräftig unterrühren. Die Schokoladenraspeln unterheben und die gesamte Masse in die Eismaschine geben. Nach Gebrauchsanweisung der Eismaschine das Eis gefrieren. 
Vanillegrissini:
½ Würfel frischer Hefe
40 g Vanillezucker
125 ml lauwarmes Wasser
Mark einer Vanillestange
180 g Weizenmehl
1 Prise Salz
Hefe mit 20 g Vanillezucker und 125 ml lauwarmen Wasser vermischen und gute 15 Minuten stehen lassen bis die Hefe etwas anfängt zu schäumen. Die restlichen Zutaten, bis auf den übrigen Vanillezucker, zu dem Vorteig geben und zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Gute 30 Minuten abgedeckt mit einem feuchten Tuch gehen lassen bis der Teig sich gut verdoppelt hat. Den Hefeteig nun auf einer bemehlten Arbeitsfläche gut 0,5 cm dick ausrollen. Eine Seite der Teigplatte sollte 25 cm lang sein. Nun aus dem Teig 25 cm lange Stangen schneiden. Du kannst die Stangen jetzt lang auf ein Backblech legen, das Du vorher mit Backpapier ausgelegt hast, oder Du machst es wie ich und drehst Schleifenstränge daraus. Egal wie, sie müssen jetzt im vorgeheizten Backofen bei 180°C Ober-/ Unterhitze, mittlere Schiene gute 15 Minuten knusprig backen. Die fertig gebackenen Stangen in dem restlichen Vanillezucker wälzen.
Eis zusammen mit den Vanillegrissini in Schalen anrichten und servieren.

Sonntag, 12. April 2015

Nudeln, aber selbstgemachte z.B. Strozzapreti mit Lachs, Scamorza und Weintrauben…

Hab ich Dir von den Strozzapreti erzählt die keine Strozzapreti waren? Also da war bei Herrn Henze dieses Rezept im Buch von den Nudeln, bei denen ich vorher gar nicht wusste dass es Nudeln sind. Von Strozzapreti hatte ich im Leben noch nicht gehört, also musste ich erst einmal das WWW befragen. Klar brachte es mich schon mal einen Schritt weiter, aber die Dinger basteln, musste ich wohl doch selber. Herr Henze hat es sich ja einfach gemacht, er schreibt in sein Rezept einfach 500 g Strozzapreti hinein und fertig. Ich stelle da schon einen gewissen Anspruch an mich selbst und mache sie selbstverständlich selber. Und genau das war das Problem. Es gibt zwar so diverse Blogger, denen fallen ja förmlich die unmöglichsten Nudelformen quasi aus den Ärmeln, aber zu diesen Koniferen Koryphäen gehöre ich eben nicht. Den falschen Weg hatte ich schon mit dem Ausrollen des Nudelteiges eingeschlagen.
Kleine Würstchen hätte ich rollen sollen und die dann um Stricknadeln wickeln und genau da war das nächste Problem. Ganze Wollpakete habe ich gefunden, aber sag mir mal wo ich diese verdammten Nadeln hin gepackt habe? Stecknadeln, Stopfnadeln, Sticknadeln, ja die habe ich gefunden, aber eben nicht diese Stricknadeln, mindestens Nr. 8 hätten es sein sollen. Von den netten Kolleginnen bei Frazebuck bekam ich dann den Tipp Spieße zu verwenden, aber das hat auch nicht geklappt. Aber wie gesagt, ich hätte ja gar nicht ausrollen dürfen. Ich habe dann eben Klärchen-Strozzapreti gebastelt und der Gatte war ganz begeistert.
Wenigstens von ihm habe ich ein Fleißsternchen erhalten. Aber glaub nicht, dass ich das Projekt der Echten aufgegeben habe, in den nächsten Tagen werde ich es wieder versuchen und ggf. wieder und wieder, irgendwann wird es auch bei mir klappen und zur Not mache ich eben einen Nudelkurs.
Solltest Du einen guten Strozzapreti-Lieferanten haben, hast zu einen entscheidenden Vorteil, Du kannst mit dem Rezept ohne Nudelbasteln gleich anfangen, ebenso wie Herr Henze.
Strozzapretti mit Lachs, Scamorza und Weintrauben
500 g Strozzapretti
Salz
150 g Räucherlachs
Ca. 100 g kernlose Trauben (ich habe rote genommen)
4 Esslöffel Butter
2 Esslöffel Pinienkerne
1 Kugel Scamorza
Frische Kräuter, fein gehackt
Salz und Pfeffer
Die Strozzapretti in reichlich Salzwasser „al dente“ kochen. Abgießen und etwas Wasser auffangen.
Den Räucherlachs klein schneiden. Die Trauben waschen und halbieren. Die Butter in einem Topf erhitzen, die Pinienkerne zugeben und kurz anrösten. Den Räucherlachs, die Trauben und die Nudeln mit 3 Esslöffeln ebenfalls in den Topf geben und kurz schwenken. Die Kräuter zugeben, kurz durchmischen und anrichten.

Dienstag, 7. April 2015

Hätte man ja auch zu Ostern machen können, Ravioli mit Karotten-Ingwerpüree….

…und wenn Du vegetarisch kochst, dann sowieso.
Ist schon einige Zeit her wann ich diese leckeren Täschchen gemacht habe, aber das wäre auch durchaus als Osteressen durchgegangen. Ganz nach meinem Geschmack war es so herrlich frühlingsfrisch. Im Moment lechzt ja jeder nach Frische, oder geht es Dir da anders? Überall werden Wildkräuter angeboten und wenn Du Lust auf einen Frühlingsspaziergang hast, könntest Du unter die Selbstversorger gehen, denn frische Kräuter spießen derzeit in allen Ecken und Ritzen. Ist nur ein Problem, man muss sie kennen. Für meine Ravioli habe ich allerdings Thai-Basilikum verwendet und der wächst leider nicht am Straßenrand. Also nicht hier in meiner Nähe, sicher gibt es irgendeinen Straßenrand an dem er wächst, wahrscheinlich irgendwo in Asien. Solltest Du doch lieber auf regionale Kräuter zurückgreifen wollen, könnte ich mir statt des Thaibasilikums auch Kerbel, Petersilie, natürlich die Glatte, aber auch Dill, Schnittlauch oder die Kräuter der Frankfurter Grünen Soße vorstellen. Probiere einfach ganz nach Deinem Geschmack aus. Das Grundgerüst steht im Rezept.
Karotten-Ingwer-Püree an Ravioli mit Thai-Basilikum-Füllung
Nudelteig:
250 g Weizenmehl
2 Eier
1 Eigelb
Alle Zutaten zu einer geschmeidigen Teigkugel kneten, in Frischhaltefolie einwickeln und 30 bis 60 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Noch besser über Nacht ruhen lassen.

Nudelfüllung:
400 g Petersilienwurzel, geschält und in Würfel geschnitten
100 ml Sahne
200 g Kräuter, fein gehackt (ich habe Thaibasilikum verwendet)
1 Ei
1 Esslöffel Sojasauce
1 Esslöffel Sesamöl
1 Esslöffel Sesamkörner, in einer trockenen Pfanne angeröstet
1 verschlagenes Ei für die Ravioli
Die Würfel der Petersilienwurzel in der Sahne auf kleiner Temperatur gar kochen.
Die Petersilienwurzel zusammen mit der Sahne pürieren. Die Kräuter und das Ei untermixen, ggf. nochmals mit dem Pürierstab. Mit Sojasauce, Sesamöl und Salz abschmecken. Die Sesamkörner untermischen.
Den Nudelteig recht dünn ausrollen und in kleine Quadrate (8x8 cm) schneiden.

Die Teigblätter mit dem verschlagenen Ei bestreichen und jeweils ein Teelöffel der Füllung auf dem Nudelteig verteilen, zum Dreieck zusammen klappen und die Ränder fest zusammen drücken.
 Karotten-Ingwer-Püree
300 g Karotten
100 g Karottensaft
50 g Butter
Saft und Schale einer Bio-Zitrone
2 Esslöffel fein geriebener Ingwer
2 Teelöffel Sojasauce
Frisch gemahlener Pfeffer
Prise Zucker
Die Karotten schälen, in Würfel schneiden und in dem Karottensaft weich dünsten. Die restlichen Zutaten zufügen und mit dem Pürierstab gut mixen.
Ggf. das Püree durch ein feines Sieb streichen und mit frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken. 
Anrichten:
2 Esslöffel Butter
4 Frühlingszwiebeln in feine Ringe geschnitten
Die Ravioli in reichlich Salzwasser ca. 8 Minuten auf niedriger Temperatur gar ziehen lassen. Kurz vor dem Servieren die Butter in einer Pfanne auslassen und die Ravioli darin schwenken. Die Ravioli auf vorgewärmte Teller anrichten und nun die Frühlingszwiebeln in die Butter geben und leicht erwärmen.
Das Karottenpüree zu den Ravioli geben und die Ravioli mit der Butter beträufeln. Die Frühlingszwiebeln auf den Ravioli verteilen und schnell servieren, Du weißt schon, Ravioli werden schnell kalt.